Mittwoch, 28. August 2013

Apfel- schwarzer Holunder Sirup

Es ist an der Zeit eine neue Kategorie zu eröffnen. Auch wenn es auf meinem Blog (wie es der Beisatz meines Blogs so schön beschreibt: "...flaumiger Kuchen knallhart erklärt!") mehr um die Küchengehemnisse geht, die hinter Kuchen, Torten & Co. stecken, so muss man doch ab und zu mal über den Tellerrand hinausblicken und neue Dinge ausprobieren.

Die Herstellung von Sirup, Likör und anderen Getränken hat zwar nichts mit Kuchen und so zu tun, ist aber hin und wieder ein guter Ausgleich zu den Backrezepten. Daher findet ihr ab heute die Kategorie "Getränke" auf meinem Blog, die in (unregelmäßigen) Intervallen mit Rezepten gefüttert wird. Wenn nämlich in der Vorweihnachtszeit die Likörproduktion bei mir wieder auf Hochtouren läuft, werde ich noch glücklich sein euch all die Fläschchen mit dem echt guten Zeug und dem ganz harten Stoff zeigen zu können! Für potentiell suchtgefährdete Likörgenießer wird aber keine Haftung übernommen! Aber erstmal genießen wir den langsam startenden Herbst, und da habe ich auch gleich das passende Getränk für euch...

apfel-holunder (1) 

Meine Arbeitskollegin hat ihren Garten ein wenig geplündert und mir ein paar wunderschöne Dinge mitgebracht: eine ganze Kiste voll Äpfel, Zwetschken und Holunderbeeren.Was ich mit den Holunderbeeren anstellen wollte, war mir sofort klar. Die Zwetschken haben jeglicheVerarbeitung leider nicht überlebt, denn sie sind der natur-pur-Lust zum Opfer gefallen und wurden gleich so ohne viel Schnickschnack verspeist. Gerade mal drei Zwetschken konnten mich davon überzeugen sie als Deko für Cupcakes aufzubewahren, von denen ich euch beim nächsten Mal erzählen werde....

Aus den Holunderbeeren und den Äpfeln habe ich einen Sirup gemacht, der nicht nur mit Wasser, sondern auch im weißen Spritzer wunderbar schmeckt.

apfel-holunder (3)

apfel-holunder (4)

apfel-holunder (7)

Für den Sirup:

- 1 kg schwarze Holunderbeeren
- Wasser
- etwa 500 g Zucker
- 3 süße Äpfel
- ein großes Stück Ingwer
- Saft einer Zitrone

Die Beeren entstielen - das muss aber nicht sooo genau sein - und in einen Topf geben. Die Äpfel schälen und zu Apfelmus reiben und ebenfalls in den Topf geben. Ein großes Stück Ingwer schälen und in den Topf dazu geben. Nun so viel Wasser in den Topf füllen, bis alles bedeckt ist.

Den Topf auf den Herd stellen und alles zum Kochen bringen. Alles für 5-6 Minuten kochen lassen, danach vom Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Ein Sieb mit einem absolut sauberen Geschirrtuch oder Mulltuch auslegen. (Dabei wäre es ratsam vielleicht nicht unbedingt Oma's selbst besticktes Tuch zu verwenden, sondern eines, das euch egal ist, wenn es Flecken hat, die nur schwer wieder rauszuwaschen sind.) Die gekochten Beeren samt Flüssigkeit durch das Sieb mit dem Tuch gießen und gut abtropfen lassen.

Nun die Flüssigkeit abmessen (bei mir kam etwa 1 Liter Flüssigkeit raus) und nochmal in einen Topf geben. Mit der Häflte der Menge an Zucker (also 1 Liter Flüssigkeit - 500 g Zucker) und dem Zitronensaft aufkochen lassen und so lange rühren, bis der Zucker aufgelöst ist.

Alles in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen.

In diesem Sinne: Prost!
Sonntag, 25. August 2013

Marillen-Brombeer Charlotte

Einer weiterer Geburtstag steht ins Haus. Diesmal ist meine Freundin an der Reihe.
Eigentlich wollte sie ja die Erdbeer-Raffaello Torte haben. Nur leider ist die Erdbeersaison im August schon wieder vorbei und auf belgische oder italienische Gewächshauserdbeeren mit Papieraroma habe ich nun wirklich keine Lust.

Mit dem Versprechen, dass ich ihr nächstes Jahr gleich zu Beginn der (wohlgemerkt: heimischen!) Erdbeersaison diese Torte mache, hat sie mir mit verschränkten Armen und perfekt einstudiertem Kinderschmollmund das Ok gegeben eine andere Torte zu machen. (Aber ich schwöre euch, der "Ich will aber eine Erdbeer-Raffaello Torte"- Schmollmund- Blick verwandelte sich in weniger als einer Sekunde in einen "Huiiiiiii- sieht das aber toll aus"- Blick. Belohnt wurde ich am Ende auch noch mit einem "Mmmmmmmmh, ist das lecker!")

Wenn ich frage "Was hättest du denn gerne?", dann höre ich am liebsten "Ach, ich lass mich einfach überraschen!" Ist doch toll, wenn man freie Hand hat, oder? Wenn sich Freunde blind darauf verlassen, dass man irgendwas ganz tolles zaubert und ihnen auf den Tisch stellt. Gut, das Feld kann man ja vorher schon etwas abstecken - was mag man, was mag man nicht und was! geht! überhaupt! gar! nicht! Und am allerliebsten höre ich "Ich hätte gern irgendwas mit Beeren!" (So auch von meiner Freundin.) Yessss, Jackpot! Nun gibt es ja nicht nur Erdbeeren und Himbeeren (auch wenn man das bei mir mittlerweile vermuten könnte), sondern auch noch Brombeeren. Aus irgendeinem Grund habe ich schon sehr, sehr, seeeeehr lange keine Brombeeren mehr gegessen und ich kann mir auch grade nicht erklären warum.

Ich spazierte mal wieder zum Markt und schlenderte so durch. Diesmal bin ich bei den Brombeeren hängen geblieben und musste sie nehmen. Zur Sicherheit nahm ich gleich das eine oder andere Gramm mehr mit, denn ich wusste, beginne ich zu naschen, dann bleibt es nicht bei einer Beere. Wie ich dort so bei meinem Lieblingsobststand Brombeeren aussuchte, gustierte und die Farbenpracht bewunderte, habe ich noch eine halbe Kopfdrehung nach links gemacht und da lagen sie.... spätreife Marillen! So schön orange und so reif und so weich! Natürlich habe ich auch da zugeschlagen und natürlich habe ich auch davon zur Sicherheit mehr genommen - falls mich die FleischesMarillenlust überkommt.

Letztlich wurde es eine Charlotte - mit Bisquit, Marillen-Topfen Crème und frischen Brombeeren, garniert mit einer Biskottenmauer und einem Berg aus Brombeeren, der in einer Marille gipfelt. Nur zu schade, dass die Torte wander- und kletterfreie Zone ist...

Ein Foto vom Anschnitt gibt es auch diesmal leider nicht, da es beim Anschneiden wieder sehr dunkel war. Das ist wohl mein Schicksal... 

brombeer-marille (6)

brombeer-marille (4)

brombeer-marille (7)

Für den Bisquit:
(18 cm Springform)

- 2 Eier
- 2 EL Milch
- 1 TL Vanilleextrakt
- 50 g Zucker
- 30 g Butter
- 50 g Mehl
- 1 TL Backpulver

Für die Füllung:

- 165 g Topfen
- 200 g Marillen
- 140 ml Obers
- 2 Bl. Gelatine
- eine Handvoll Brombeeren
(- 3 EL Marillenmarmelade, nach Belieben)

Für die Deko:

- 150 bis 200 g Brombeeren
- 1 Marille
- so viele Biskotten wie nötig

Für die Bisquitmasse eine 18cm Springform einfetten und bemehlen oder mit Backpapier auskleiden. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Mehl und Backpulver in einer Schüssel mischen. Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. 

Die Eier mit der Milch, dem Zucker und dem Vanilleextrakt hellschaumig schlagen. 
Das Mehl mit dem Backpulver und am Schluss die Butter unterheben. 

In die Form füllen und 20 bis 25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Aus der Form nehmen und vollständig auskühlen lassen. Danach einmal durchschneiden.

Für die Füllung die Marillen waschen, entsteinen und pürieren. Am Ende sollten 165 g Marillenpüree übrig bleiben.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Das Obers steif schlagen.

Topfen, Marillenpüree und Zucker gut verrühren. Die Gelatine bei schwacher Hitze unter Rühren auflösen. 2 bis 3 EL von der Marillencrème in die Gelatine rühren, danach zur restlichen Crème mischen. Das Obers unterheben. 

Den ersten Boden nach Belieben mit Marillenmarmelade bestreichen und einen Tortenring darum legen. Die Crème bis auf 4 EL auf dem Boden verstreichen, die Brombeeren darüber verteilen und den zweiten Boden darauf legen. Die übrigen 4 EL von der Crème verstreichen und für mind. 4 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen. 

Nach der Kühlzeit vorsichtig den Tortenring abnehmen und um die Torte die Biskotten reihen. Theoretisch sollten sie ohne "Kleber" halten. Wer auf Nummer sicher gehen will, Rührt etwas von dem übrigen Topfen glatt (ich wette, ihr habt noch welchen übrig) oder schlägt noch etwas Schlagobers auf (ich wette, dass auch davon noch was übrig ist) und bestreicht den Rand, damit die Biskotten halten.

Oben die Brombeeren verteilen bis alles bedeckt ist und in die Mitte eine Marille setzen.
Mit einem Band noch schmücken, einfach, damit es ein wenig hübscher aussieht - fertig! 
Dienstag, 20. August 2013

Mango-Himbeer-Kokos Torte - oder der Sommer auf der Zunge

Wisst ihr was? Ich hab für meine Mama noch eine zweite Torte gemacht! Weil ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte welche Torte ich machen soll, hab ich einfach beide gemacht, dafür jeweils in kleinerer Ausführung.

Leider war das nicht meine einzige Entscheidungsschwierigkeit.
Nach Urlaub sollte sie schmecken. Für alle, die diesen Sommer keinen Traumsandstrandurlaub am anderen Ende der Welt verbringen können. Für alle, die Urlaub auf Balkonien machen (sofern vorhanden) und Meeresrauschen ersetzt wird durch das Rauschen der vorbeifahrenden (oder rasenden?) Autos. Na, klingt doch mit viel Fantasie und ganz viel Augen zudrücken fast gleich, oder?
Ich brütete also über meinen Backbüchern und meditierte in der Küche, bis mir wieder der supereinfache, supergute Kokoskuchen einfiel! Super! Eine Basis hätte ich, aber das war natürlich nur die halbe Miete.

Und da eröffnete sich mir gleich die nächste Entscheidungsfrage: Himbeeren oder Mango?
Warum das Leben unnötig schwer machen, nimm doch einfach beides, sagte mir dann plötzlich meine innere Stimme. Gedacht, getan.

Ein Foto vom Anschnitt habe ich leider auch hier nicht, weil wir natürlich beide Torten zur gleichen Zeit angeschnitten haben (und es einfach schon finster war). 

mango-kokos-himbeer (2)

mango-kokos-himbeer (5)

Für den Kokoskuchen:
(18 cm Springform)

- 3 Eier
- 120 g weiche Butter
- 120 g Staubzucker
- 90 g Kokosraspel
- 210 g Mehl
- 180 ml Kokosmilch
-  3 TL Backpulver, eine Prise Salz  

Für die Himbeer- und Mangocrème:

-  400 g Himbeeren
- 250 g Mangopüree
- 500 g Topfen
- 250 ml Obers
- 180 g Zucker
- 6 Blatt Gelatine

Den Kuchen am besten schon am Vortag backen.

Eine Springform einfetten und bemehlen oder mit Backpapier auskleiden. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Mehl, Kokosraspel und Backpulver in einer Schüssel mischen und beiseite stellen.
Butter, Salz und Zucker schaumig schlagen. Nacheinander die Eier einrühren und weiter schaumig rühren. Nun die Kokosmilch und danach das Mehlgemisch untermischen.
Den Teig etwa 35 Minuten backen. Wie immer: Stäbchenprobe machen!
Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
 
Am nächsten Tag den Kuchen zwei mal durchschneiden und um den ersten Boden einen Tortenring setzen. 
 
Für die Crème 100 g Himbeeren für die Deko beiseite stellen. Die übrigen 300 g mit 1 - 2 EL Zucker aufkochen und pürieren. Fleißige Bienchen streichen das Püree durch ein Sieb, um die Kerne loszuwerden. Am Ende sollten 250 g Himbeerpüree übrig bleiben. 

Für die Himbeercrème 3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 125 ml Obers steif schlagen. 
250 g Topfen, 90 g Zucker, und das Himbeerpüree gut verrühren. Die Gelatine bei schwacher Hitze auflösen, 2 - 3 EL von der Topfenmasse einrühren, danach unter die restliche Crème rühren. 

Sobald die Masse anfängt zu gelieren, das Obers unterheben. 

Die Mangocrème funktioniert nach dem gleichen Prinzip: 3 Blatt Gelatine einweiche, 125 ml Obers steif schlagen, 250 g Topfen, 90 g Zucker und das Mangopüree verrühren. Gelatine auflösen, einrühren, etwas gelieren lassen, Obers unterheben. (Na das war doch mal eine Blitzanleitung, oder?) 

Auf dem ersten Boden die Hälfte der Himbeercrème verstreichen, den zweiten Boden darauf legen und die Hälfte der Mangocrème darauf verstreichen und mit dem dritten und übrigen Boden abschließen. Oder man verstreicht zuerst  die Mango- und dann die Himbeercrème... kann man ja handhaben wie man möchte. 

Für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. 
Den Tortenring vorsicht abnehmen und etwas von der restllichen Mangocrème am Rand verstreichen und die Himbeercrème auf dem Deckel verteilen. Oder andersrum.

Crème, die dann noch übrig ist, in einen Dressiersack füllen und aufspritzen. Außen Himbeer, innen Mango oder umgekehrt.

Mit den beiseite gestellten Himbeeren garnieren und evt. noch mit ein paar Kokosraspel bestreuen. 


Montag, 19. August 2013

Schoko-Kirsch Torte - oder wie ich eigentlich eine Schwarzwälder Kirsch Torte im Kopf hatte und am Ende was ganz anderes draus wurde...

Am Samstag feierten wir den Geburtstag meiner Mama. Und weil sie meine Mama ist, wollte ich ihr natürlich eine Torte auf den Tisch stellen, die sie glatt vom Hocker (oder von der Heurigenbank, wie es in unserem Fall war) haut! Ursprünglich hatte ich eine Schwarzwälder Kirsch Torte im Kopf, nur mit einigen Abwandlungen. Eine Schwarzwälder Kirsch besteht eigentlich nur aus einem Schokoboden, mehrmals durchgeschnitten, Kirschen aus dem Glas und ganz viel Schlagobers (Achtung: Schauer läuft über den Rücken!). Als ich in meinem Kopf sämtliche Abwandlungen durchgedacht habe, kam am Ende eine Torte raus, die nichts mehr mit der eigentlichen Schwarwälder Kirsch gemeinsam hat.

Denn:
  • Bei dem Gedanken an eine reine Schlagobersfüllung (wobei ich ja Schlagobers alleine nicht als Tortenfüllung sehe - aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung), rinnt mir ein eiskalter Schauer über den Rücken.
  • Soll ich denn ernsthaft Kirschen aus dem Glas nehmen im August, obwohl ich auf jedem Markt noch gute, saftige und geschmackvolle Herzkirschen finde? NEIN! 
  • Schokoboden alleine war mir auch etwas zu fad....
Und so kam es, dass ich alles getauscht habe was ich nur irgendwie tauschen konnte. Mit dieser Torte habe ich natürlich das Rad nicht neu erfunden, aber es ist ein wilder Mix aus verschiedenen Torten und Kuchen - quasi ein "Torten- und Kuchenpotpourri".

Am Ende meiner Gedankenblitze, die nur so durch meinen Kopf schossen als ich an diese Torte gedacht habe, kam folgendes raus:
  • Rotweinkuchen mit Schokolade als "Fundament" und als Deckel - passt nämlich hervorragend zu den Kirschen
  • Eine Frischkäse-Joghurtcrème statt Schlagobers mit frischen Kirschen als Füllung - und glaubt mir, die Crème lag nur halb so schwer im Magen wie Schlagobers
  • Die bereits bekannte Glasur aus Schokolade und Sauerrahm - von der man sich ebenfalls nach einem großzügigen Stück nicht erschlagen fühlt. 
Ihr seht also, das Tauschen der Zutaten habe ich diesmal so an die Spitze getrieben, dass das Endergebnis mit dem Ursprungsrezept nichts mehr zu tun hat. 

Und so sah es dann aus:
[Foto vom Anschnitt habe ich leider keines, da es schon sehr finster war als wir die Torte angeschnitten haben.]

schoko-kirsch (1.1) 

schoko-kirsch (5)

  Für den Rotweinkuchen:
(18 cm Springform)

- 3  Eier
- 130 g Butter
- 110 g Staubzucker
- 1/2 EL Zimt
- 2 EL Kakopulver
- 160 g Mehl
- 2 TL Backpulver
70 g Zartbitterschokolade
- etwa 90 ml Rotwein
Für die Füllung:
-175 g Frischkäse
- 100 g Joghurt
- 50 g Zucker
- 2 Bl. Gelatine
- etwas Kirschmarmelade, zum Bestreichen
- 100 g Kirschen, entsteint, 
oder so viele man will und Platz haben

Für die Glasur und Deko:

- 170 g Vollmilchschokolade
- 200 g Sauerrahm
- eine ganz große Handvoll Kirschen
(bei mir waren es 18 Stück, wenn ich mich nicht verzählt habe)
- Schokostreusel nach Bedarf


Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform einfetten und bemehlen oder wahlweise den Boden und den Rand mit Backpapier auskleiden. [Anleitung gibt es hier.]

Mehl mit Backpulver, Kakao und Zimt in einer Schüssel mischen. Die Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen.

Butter und Zucker schaumig schlagen. Die Eidotter und danach die Schokolade unterrühren. Rotwein und das Mehlgemisch abwechselnd untermischen, am Schluß den Eischnee unterheben. 

In die Form füllen und etwa 35 - 40 Minuten backen. Wie immer: Stäbchenprobe nicht vergessen! 

Aus der Form nehmen und vollständig auskühlen lassen. [Der Kuchen schmeckt noch viel besser, wenn er am Vortag gebacken wird.]

Den Boden einmal durchschneiden und die untere Hälfte mit etwas Kirschmarmelade bestreichen.

Für die Füllung die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Frischkäse, Joghurt und Zucker gut verrühren. Die eingeweichte Gelatine bei schwacher Hitze auflösen. 2 - 3 EL von der Frischkäsecrème einrühren und dann unter die restliche Crème mischen. 

Einen Tortenring um den ersten Boden stellen, die Crème und die enststeinten Kirschen darauf verteilen. Den zweiten Boden darauf legen und für 3 bis 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Wenn die Crème fest geworden ist, den Tortenring vorsichtig abnehmen und die Glasur vorbereiten. 

Dafür die Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mit dem Sauerrahm gut verrühren und mit einer Spachtel auf die Torte auftragen.

Wieder für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Glasur etwas fester werden kann. 

Am Schluss noch mit Kirschen garnieren und wer will, streut noch Schokostreusel drauf.

Diese Torte ist nicht wesentlich ernährungsbewusster als andere Torten, aber nach einem Stück fühlt man sich nicht als hätte man grad ein ganzes Nilpferd verdrückt!
Montag, 12. August 2013

Kirschstrudel mit Mandeleis - oder wie ich eigentlich Giotto Mandel Eis machen wollte

Heute habe ich wieder kinderleichte und vor allem zeitsparende Rezepte für euch auf Lager, die selbst die größten Backmuffel davon überzeugen, sich mal in die Küche zu stellen und im Handumdrehen was zu zaubern!

Eigentlich und uuuuunbedingt wollte ich das Giotto Mandel Eis von Katharina von sweet trolley machen. Eigentlich. Als Hardecoreblogleserin habe ich ihren Blog natürlich aboniert und war sofort in das Rezept verliebt als ich ihren Eintrag frisch abgetippt gelesen habe. Ab und zu springe ich über meinen Schatten, vergesse meine Abneigung gegen Nüsse und dann kann es schon mal passieren, dass sich ein paar Nüsse in einem Kuchen (o.ä.) bei mir verirren.

Ein zweiter Grund, warum ich dieses Eis unbedingt machen wollte, war, dass ich schon länger diesen Kirschstrudel in meiner unendlich langen Backwarteschleife habe und auf der Suche war, das perfekt dazu passt! Ha!, dachte ich wie so oft, DAS ist es doch!

So habe ich mich auf den Weg gemacht, um die begehrten, strengstens limitierten, chronisch ausverkauften Giotto mit Mandeln zu suchen. Ich bin regelrecht von Supermarkt zu Supermarkt gepilgert, aber da waren einfach keine Giotto mit Mandeln zu finden! Und dann beschlich mich heimlich und leise die Frage: Wo hat sie bloß diese Giotto her? Keine Chance welche aufzutreiben und ich sah meinen Plan schon vor meinem geistigen Auge scheitern! Aber aufgeben?? NO WAY!! Eine Alternative musste her. Ok, dachte ich, sei jetzt mal ein bisschen flexibel und schmiede einen neuen Plan! Jetzt! (Ich hatte es zu diesem Zeitpunkt schon etwas eilig in die Arbeit zu kommen *hihi*)

Neuer Plan: ich mache ein Mandeleis. Nur, damit ich an dieser Stelle richtig verstanden werde, das Mandeleis soll bitte kein Ersatz sein, aber eine gute Alternative. Schnell mal Dr. Google nach einem Rezept fragen und *schwups* bin ich nach einer Weile bei Kevin&Amanda gelandet, nachdem ich irgendwann den Suchbegriff geändert habe und von einem Blog zum nächsten gestolplert bin und irgendwann... war ich halt da. :) Dieses Eis ist so einfach, sehr cremig, braucht so wenige Zutaten und es ist absolut eismaschinenfrei herzustellen! Die Basis bilden nur - Achtung! Jetzt kommts! - Kondensmilch und Obers zu gleichen Teilen. Wahnsinn, oder? Glaubt mir kein Mensch, wenn ich das erzähle....
Perfekt! Genau DAS habe ich gebraucht, denn man kann Zutaten ergänzen wie man will und worauf man grad Lust hat! Es ist also vollkommen egal, ob ihr Browniereste verwertet, Früchte reinmischt, Nüsse, Schokostückchen, Kekse, Gewürze oder was auch immer... Und! Ein weiterer Pluspunkt: Man ist nicht an zu Hause gebunden, um stündlich die Schüssel mit dem Eis aus dem Eisfach holen und mit dem Schneebesen umzurühren!

kirsche_mandel (3)

kirsche_mandel (2)

Für das Mandeleis:

- 150 g Obers
- 150 g Kondensmilch
- 150 g geriebene Mandeln
- 1 TL Zimt
(- Zucker nach Belieben)

Obers steif schlagen. In einer zweiten Schüssel Kondensmilch, Mandeln und Zimt mischen. Das Obers vorsichtig unterheben, alles in einen verschließbaren Behälter geben und über Nacht ins Tiefkühlfach stellen.

Na, habe ich euch zu viel versprochen?

Für den Kirschstrudel:

- 1 Packung Blätterteig
- 750 g Kirschen, entsteint
(falls ihr einen monströsen Strudel wollt, ansonsten nur 500 bis 600 g)
- 100 g Zucker
- 100 g Mandeln 
- 1 TL Zimt
- 50 g Butter, zum Bestreichen

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Kirschen mit Zucker, Mandeln und Zimt mischen und etwas ziehen lassen.

Den Strudelteig auf einer Arbeitsfläche ausbreiten und mit etwas Butter bestreichen. Die Kirschen darauf verteilen. Dabei aber darauf achten, dass die Ränder frei gelassen werden. 

Die Ränder einklappen und von der breiten Seite her einrollen. Mit der restlichen Butter bestreichen und den Strudel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

Etwa 25 bis 30 Minuten goldbraun backen. 

Mit Staubzucker bestreuen und mit dem Eis servieren.

Freitag, 9. August 2013

Erdbeer-Kokos Cookies & Schoko-Bananen Cookies

Heute habe ich gleich zwei Repete für euch! Einfach, weil ich so gut drauf bin! :D
Diesmal bin ich dem Wahnsinn wieder verfallen und habe das Backrohr angeworfen. Aber macht nix, denn Cookies sind ja ratzfatz gemacht und müssen nicht so lange backen!

Wenn ich meine Mama besuche, bringe ich (sofern es meine Zeit erlaubt) immer was mit. Diesmal hat sie mich gebeten Cookies zu machen, denn die kann man ja auch super zwischendurch naschen. Wenn man vom Heißhunger ganz gemein und hinterhältig überfallen wird... oder so.
Super! Unlängst habe ich mir Das Buch Cookies von Dr. Oetker zugelegt und noch nichts daraus gebacken. Also, die ideale Gelegenheit! Beim Durchblättern habe ich aber schon gemerkt, dass es ziemlich schwer wird für mich eine Entscheidung zu treffen. Nach dem gefühlten 129456832. Durchblättern hatte ich zwei Rezepte in der engeren Auswahl. Und weil ich aber so entscheidungsunfreudig war, habe ich beschlossen, dass ich einfach beide backe.

cookies (2) cookies (4)

Die beiden könnten unterschiedlicher gar nicht sein und passen so rein gar nicht zusammen. Aber wenigstens erhöht das die Chance, dass zumindest ein Cookierezept ein Renner wird!

Dass ich Erdbeeren gerne mit Kokos mische, wisst ihr ja schon. Das Rezept für diese Cookies ist so nämlich nicht im Buch zu finden, denn ich habe es - wie soll es auch anders sein - abgewandelt. Einfach, weil ich schon so gut im Zutaten tauschen bin! :D
Im Buch werden diese Cookies mit getrockneten Mangos gemacht, aber darauf hatte ich grad keine Lust...

cookies (8)

cookies (7)

Für die Erdbeer-Kokos Cookies:

- 50 g getrocknete Erdbeeren
- Saft einer Zitrone
- 80 g Kokosraspel

- 80 g Butter, Zimmertemperatur
- 70 g Zucker
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 1/2 TL Backpulver
- 80 g Mehl

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. 

Die Erdbeeren klein schneiden und im Zitronensaft etwa 15 Minuten quellen lassen, danach den Saft abgießen und mit den Kokosraspeln mischen. 

Für den Teig Butter, Zucker und Salz schaumig schlagen. Das Ei unterschlagen. 

Das Mehl mit Backpulver mischen und mit der Kokos-Erdbeer-Mischung dazugeben und unterrühren. 

Den Teig mit einem Eisportionierer oder 2 Esslöffeln in gleich großen Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und dabei genügend Abstand lassen, da die Cookies beim Backen stark auseinander laufen. 

Die Häufchen nur leicht flach drücken und auf mittlerer Schiene etwa 12 Minuten backen.

Nach dem Backen die Cookies auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

[Wer sich an das Originalrezept halten will, nimmt stattdessen 50 g getrocknete Mangos.]
_________________________

Die Schoko-Bananen Cookies sind ebenfalls nicht so zu finden im Buch (was für eine Überraschung!), denn im Buch werden die Cookies mit Walnüssen gemacht. Und ihr wisst ja, ich habs mit Nüssen nicht so... überhaupt mit Walnüssen! Die! gehen! gar! nicht! Auf gar keinen Fall! 

Die Walnüsse hab ich daher ganz ungeniert durch Schokolade ersetzt - und wisst ihr was?! Dabei hatte ich nichtmal ein schlechtes Gewissen! ;) 

cookies (15)

cookies (16)

Für die Schoko-Bananen Cookies:

- 75 g Vollmilchschokolade
- 50 g Bananenchips
-75 g Bananenfruchtfleisch
- 2 EL Honig

- 75 g Butter, Zimmertemperatur
- 75 g brauner Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Ei
- 100 g Mehl
- 1/2 TL Backpulver

[Im Buch steht zwar, dass der Backofen auf 200 Grad vorgeheizt werden muss, aber das ist eindeutig zu viel! Glaubt mir! Details erläutere ich hier lieber nicht....]
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. 

Die Schokolade und die Bananenchips klein hacken und mischen. Die Banane in kleine Stücke schneiden und mit dem Honig mischen. (Wer will, nimmt stattdessen Ahornsirup.)

Für den Teig die Butter mit dem Salz und dem Zucker schaumig schlagen, danach das Ei unterrühren. 

Mehl mit Backpulver mischen und gemeinsam mit der Schokolade und den Bananenchips unterheben. 

Und dann wie schon zuvor: den Teig mit einem Eisportionierer oder 2 Esslöffeln in gleich großen Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und dabei genügend Abstand lassen, da die Cookies beim Backen stark auseinander laufen.

Die Häufchen nur leicht flach drücken und auf mittlerer Schiene etwa 12 Minuten backen.

Nach dem Backen die Cookies auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

[Im Original werden die Cookies mit 75g Walnusskernen gemacht.]

Samstag, 3. August 2013

Pfirsich-Himbeerparfait Torte

Mitte dieser Woche saß ich mit meiner Freundin im Cafè und wir unterhielten uns kurz über den Geschmack und das Aussehen der Mango Cupcakes von letzter Woche. Und dann schob sie die Frage hinterher, ob ich denn wahnsinnig sei bei diesem Wetter zu backen?! Ein eifriges Fingertippen auf die Stirn mit dem Zeigefinger hätte diese Frage noch untermauert. Also, bin ich denn wahnsinnig? Wahrscheinlich ja, ein bisschen. Aber ganz ehrlich, wer ist das nicht - zumindest ab und zu? Die Auswirkungen zeigen sich nur unterschiedlich. Ich backe im Sommer und ich garantiere euch, im Winter knalle ich euch ein Eis vor den Latz! :D (Das könnt ihr nun interpretieren wie ihr wollt - als Versprechen oder als Drohung, aber ihr werdet euch zum gegebenen Zeitpunkt daran erinnern. Falls nicht, dann tu ich es! Versprochen!)

Das Wochenende rückte in - diesmal kleinen - Schritten näher und ich sinnierte zu Hause über die Frage, ob ich bei diesem Wetter dem Wahnsinn wieder erliege und das Backrohr anwerfe. Ein kurzer Blick in den Wetterbericht genügte: beste Temperaturen und feinstes Badewetter und da dachte ich... Backen???? Neeeeeiiiiiin!!!! Ein anderer Plan muss her!

(Eis)kalt sollte es sein, hitzefreundlich, backfrei und etwas, das sich gut vorbereiten lässt. Eine Eismaschine besitze ich nicht. Natürlich kann man Eiscreme auch von Hand schlagen. Nur habe ich am Wochenende Dienst und daher nicht stündlich Zeit das Handgelenk locker zu machen, die Schüssel mit Eiscreme aus dem Eisfach zu befreien und den Schneebesen zu schwingen, um das Eis davor zu bewahren allzu fest zu werden. Ein Parfait kam mir also sehr gelegen.

Ich habe ein handgeschriebens Grundrezept für ein Parfait in meiner Rezeptemappe (in die ich alle möglichen und unmöglichen fliegenden Zettelchen mit Rezepten einordne), das sich beliebig abwandeln oder ergänzen lässt mit Zutaten, die man grade zur Hand oder auf die man grade Lust hat. Ich meine damit nicht, dass es DAS ultimative Rezept ist, aber es ist für mich ein wunderbares Rezept, mit dem ich bisher immer Erfolg hatte bei der Zubereitung... und vor allem aber bei den Essern! Eindeutige Anzeichen dafür: schmatzen, Bauch reiben und ganz viele Mmmmhhh's...

Und weil ich grade so saftige Pfirsiche zu Hause habe, die verarbeitet werden wollen, noch bevor sie ihre besten Tage hinter sich haben, entschied ich mich für ein Parfait mit Pfirsichen und unterhalb einen Keksboden, weil ich es ja quasi als Torte servieren wollte.

Pfirsiche lassen sich ja Gott sei Dank sehr gut mit anderen Früchten kombinieren. (Ich erinnere an dieser Stelle an den Kirsch-Pfirsich-Streuselkuchen.) Wie ihr wisst, versuche ich saisonales und auch regionales Obst zu verwenden. Da gerade die Himbeersaison im vollen Gange ist und meine Beine mich mal wieder zum Markt getragen haben, musste ich da natürlich zuschlagen! Denn die leichte Säure der Himbeeren passt nämlich hervorragend zu der Süße der Pfirsiche.

pfirsich_himbeer_parfait (7)

pfirsich_himbeer_parfait (6)

Für den Boden:
(20 cm Springform)

- 100 g Kekse nach Wahl
(Butterkekse, Amarettini, Spritzgebäck,...)
- 50 g Butter, Zimmertemperatur
- 2 bis 3 EL Zucker

Für das Parfait:

- 2 Eier
- 200 ml Schlagobers
- 100 g Zucker
- etwa 400 g Pfirsiche
- Saft einer Zitrone (optional)
- 200 g frische Himbeeren

Für die Deko:

- etwa 100 g frische Himbeeren
- 1 Pfirsich

Für den Boden die Kekse zerbröseln, mit Butter und Zucker mischen und gut verrühren. Auf dem Boden einer 20cm Springform verteilen und nur leicht andrücken. (Manche stellen die Form dann für eine Stunde in den Kühlschrank. Ich nicht. Über die Sinnhaftigkeit des einstündigen Kühlens habe ich mich schon mal an einer anderen Stelle ausgelassen.)

Für das Parfait die Pfirsiche kurz in kochend heißes Wasser legen, wieder herausnehmen und schälen. Das Fruchtfleisch vom Kern trennen und pürieren. Am Ende sollten 320 g Fruchtfleisch übrig bleiben.
Die Himbeeren ebenfalls pürieren und durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. (Gilt natürlich nur für ganz Fleißige und Kernverabscheuer - wie mich z.B.!)

Die Eier trennen und das Eiweiß in einer vollkommen fettfreien Schüssel mit 50 g Zucker steif schlagen. In einer weiteren Schüssel das Schlagobers steif schlagen. 

Die Eigelbe mit dem übrigen Zucker und dem Zitronensaft über dem Wasserbad schaumig schlagen. Vom Wasserbad wegnehmen und noch etwa 2-3 Minuten weiterschlagen, bis die Masse abgekühlt ist. Die Eigelbmasse unter die pürierten Pfirsiche heben.

Danach das Schlagobers und am Schluß vorsichtig das Eiweiß unterheben.

Etwa 1/3 der Masse in der Springform verteilen, etwas Himbeerpüree in Klecksen darauf verteilen, die restliche Parfaitmasse vorsichtig darauf verteilen und das restliche Himbeerpüree verstreichen. Mit einer Gabel kurz durch die Masse fahren, sodass ein Marmoreffekt entsteht. 

Die Form zugedeckt für mindestens 6 Stunden ins Gefrierfach stellen. 

Etwa 20 Minuten vor dem Verzehr aus dem Gefrierfach nehmen, aus der Springform nehmen, auf eine Tortenplatte setzen und antauen lassen. Für die Deko den Pfirsich in Stücke schneiden oder pürieren und auf der Torte verteilen und mit den restlichen Himbeeren garnieren.... oder die Himbeeren ebenfalls pürieren.

Verzehr bitte binnen 24 Stunden!