Donnerstag, 24. Oktober 2013

Feigen- Mandel Kuchen vom Blech

Na, mal wieder Lust auf einen Blechkuchen? Vor einiger Zeit schrieb mir meine Freundin spät abends eine SMS "Ich hätte eine tolle Idee für deinen Blog! Mach doch mal was mit Feigen!" Tja, warum eigentlich nicht? Dass sie mich mit dem Gedanken gleich ein paar Wochen beschäftigen würde, war aber wahrscheinlich nicht ihre Absicht.

Mit den Feigen halte ich es wie mit den Weintrauben, die esse ich nämlich lieber pur oder mische sie ins Müsli und Backrezepte sind mir nicht bekannt. Aber wie es sich für eine gewissenhafte Foodbloggerin nun mal gehört, habe ich das Internet und sämtliche meiner Backbücher durchforstet nach einem passenden Rezept. So richtig entscheiden wollte/konnte ich mich allerdings nicht. Ständig warf ich meinen Plan über den Haufen, um rasch einen neuen zu schmieden, der natürlich wieder verworfen wurde. Schrecklich. Immer diese Unentschlossenheit. Cupcakes, Kuchen, oder Tarte, mit Schokolade, doch lieber mit Mandeln, Honig, oder doch Zucker nehmen?!

Das Projekt "Feigen" hatte ich also vor lauter Entscheidungsunfreudigkeit schon fast abgeschlossen und meiner Freundin traurig mitgeteilt "Ich schätze, auf deinen Feigenkuchen musst du bis zum nächsten Jahr warten" - die mich ihrerseits traurig anblickte - bis mir unterwegs ganz unverhofft eine Zeitschrift von GUSTO (Seite 45) in die Hände gefallen ist. Auf dem Weg nach Hause blätterte ich also gelangweilt durch das Heft und plötzlich erblickte ich es! Die Langeweile löste sich in Luft auf! DAS ist es! DEN Kuchen werde ich backen! Na also, ein einfacher Blechkuchen, warum denn nicht gleich so? Wo lag da jetzt bitte mein Entscheidungsproblem? Ich weiß es nicht... denn letztlich bin ich wieder genau bei dem, was ich ganz zu Beginn vorhatte, zumindest so ähnlich. Sofort schickte ich meiner Freundin eine Nachricht und revidierte meine Ich-habe-heute-leider-keinen-Kuchen-für-dich-Aussage, die sich darüber definitiv freute.

An richtig gute Feigen zu kommen, ist allerdings gar nicht so leicht. Es ist mir leider schon oft passiert, dass ich welche gekauft habe, die echt so gut ausgesehen haben, aber geschmacklich... naja... langweilig waren - Papieraroma mit etwas Sand zwischen den Zähnen, triffts da wohl am besten. Aber man hat ja am Markt einen Lieblingsobststand, auf den man sich echt verlassen kann und bei dem man schon bekannt ist (auch für diverse Extrawünsche). So passiert es dann manchmal, dass die Obsthändlerin die richtig guten Früchte aus dem Geheimversteck hervorzaubert und einem grinsend unter die Nase hält. Und! Zu meiner großen Überraschung konnte ich die Feigen auch noch zu einem sehr günstigen Preis erstehen! Wer jetzt glaubt, ich habe nur 6 oder 7 Stück mitgenommen, der irrt...

Das Fräulein "Ich mag keine Nüsse" - also ich - ist nun auf den Geschmack von Mandeln gekommen (die anderen Nüsse mag ich trotzdem noch immer nicht) und macht mittlerweile ganz schön häufig was damit, findet ihr nicht? Aber würden Feigen nicht so wunderbar harmonisieren mit Mandeln, hätte ich ja vielleicht auch was ganz anderes gemacht...

Aber ohne herumdoktern am Rezept geht natürlich nichts bei mir. Bei aller neu gewonnener Liebe zu den Mandeln, man muss es aber nicht übertreiben. Im Rezept werden 300 g Mandeln verwendet und nur 100 g Mehl. Halbe-halbe reicht da ja wohl vollkommen aus, also je 200 g Mandeln und Mehl. Weil mir das auf eine 26x20 cm- Backform ein bisschen viel erschien, habe ich diese Menge halbiert. Gott sei Dank, kann ich dazu nur sagen, sonst wäre alles übergelaufen! Außerdem, und das kann ich euch nur wärmstens empfehlen, habe ich braunen Zucker genommen und keinen weißen und - ganz mutig - Zimt statt Vanille.

Grenzgenial finde ich den Orangensirup, der nach einiger Zeit darüber gepinselt wird! Von selbst wäre ich ja nie auf die Idee gekommen. 

Genug gefaselt... ihr seid schon bestimmt neugierig wie Schmidts Katze. :D

feigenkuchen (1)

feigenkuchen (2)

feigenkuchen (3)

Für ein Blech:
(etwa 26x20 cm)

- 6 bis 7 Feigen
- 100 g Mehl
- 100 g geriebene Mandeln
- 2 TL Mehl
- 125 g weiche Butter
- 125 g braunen Zucker
- 1 TL Zimt
- 2 Eier

Außerdem für den Sirup:

- 100 ml Orangensaft
- 50 g Zucker

Orangensaft und Zucker in einen Topf geben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Den Sirup etwas abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und die Backform fetten und bemehlen oder mit Backpapier auskleiden.

Die Feigen waschen, die Stiele entfernen und vierteln.

Mehl, Mandeln und Backpulver abmessen und beiseite stellen.

Butter mit dem Zucker und dem Zimt schaumig schlagen. Die Eier hinzufügen und weiter schaumig schlagen, bis sich dier Zucker aufgelöst hat. Das Mandel-Mehlgemisch unterheben.

Die Masse auf dem Backblech verstreichen, die Feigen gleichmäßig darauf verteilen und auf mittlerer Schiene etwa 20 Minuten backen. Den Kuchen mit dem Sirup bestreichen und nochmals weitere 20 Minuten backen.

Wird die Oberfläche zu rasch dunkel, den Kuchen mit etwas Backpapier abdecken und weiterbacken.

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