Freitag, 31. Januar 2014

Eiscreme "Priscilla" mit weißer Schokolade - oder mein Verhältnis zu Büchern

Jeder, der gerne kocht und bäckt, hat meistens auch was für entsprechende Literatur übrig. Und jeder, der gerne kocht und bäckt UND einen Blog darüber schreibt, hat definitiv was übrig für diverse Nachschlagewerke. Irgendwann verliert jeder Blogger und jede Bloggerin im Laufe seiner Karriere als Schreiberling auch mal das eine oder andere Wort über Koch-/Backbücher auf dem eigenen Blog. Sei es wegen einer Rezension, oder wegen einem Buch, das man geschenkt bekommen oder gekauft hat.

Heute möchte auch ich mal ein paar Gedanken dazu loswerden. Zum einen, Jan von Jans Küchenleben über Küchen Atlas dazu aufruft über Koch-/Backbücher zu schreiben und zum anderen, weil ich ohnehin mal ein bisschen darüber plaudern wollte.

Blogparade: Kochbücher

Meine Backbücher haben für mich einen sehr hohen Stellenwert, da sie als Nachschlagewerk ständig im Einsatz sind. Ich mag es darin zu blättern, zu schmökern, die Bilder anzusehen, Lesezeichen reinzulegen...
Natürlich suche ich auch im Internet, aber ein Buch ist und bleibt ein Buch...
Dann habe ich ja noch meine Rezeptemappe, in die ich alle möglichen Sachen einordne, die ich in Zeitschriften finde. Irgendeine Basis muss das viele Wissen ja haben, oder? Für alle, die schon immer mal wissen wollten sie aussieht:

backbuch (2)

Darin bewahre ich alle Rezepte auf, die ich so finde, bzw. die mir so entgegenfliegen. Geordnet sind sie nach Vorspeisen - Hauptspeisen (Vegetarisch, Fisch und Fleisch) - Desserts - Torten&Kuchen. Und wisst ihr was ich mit den Rezepten mache? Ich laminiere sie! Ja! Ehrlich wahr! Jedes einzelne wird laminiert! Zwar wurde ich dafür schon ein paar mal belächelt und erntete auch schon das eine oder andere Stirnrunzeln... aber das Laminieren hat den großen Vorteil, dass ich etwaige Flecken und Spritzer einfach abwaschen kann. Aber ihr wisst ja, wer zuletzt lacht... (hat den Witz nicht verstanden... oder so)

Diese Mappe steht mit allen anderen Koch- und Backbüchern (ja, ich habe auch haufenweise Kochbücher!) in einem eigenen Regal. Generell lese ich sehr gerne. Es liegt immer irgendein Roman herum oder ein Buch kugelt in meiner Handtasche herum als Lektüre für die Ubahn, damit die Zeit rasch vergeht. Und da habe ich diese Eigenschaft, die einen schon an Monk erinnert. Ich ordne meine Bücher alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors. Das funktioniert bei meinen Koch- und Backbüchern allerdings nicht. Ehrlich. Ich würde mich selbst zum Sklaven meines Bücherregals machen, würde ich sie jedes mal aufs Neue alphabetisch ordnen.

Habe ich nämlich erstmal eine Idee im Kopf, dann werden sämtliche Werke, in denen ich ein entsprechendes Rezept vermute, aus dem Regal geholt und von vorne bis hinten durchgewälzt. Und da reicht es natürlich nicht in nur einem einzigen Buch nachzusehen. Nein! Da hole ich die Bücher gleich stapelweise heraus! Diesen Stapel dann jedes Mal aufs Neue wieder alphabetisch einzuordnen... das wäre mir irgendwann zu blöd. Daher ordne, bzw. kategorisiere ich meine Bücher nur noch nach Kochbüchern und Backbüchern. Alles andere wäre wirklich sinnlos....

Die Stapel, die ich aus dem Regal rausziehe werden von Jahr zu Jahr größer. Denn mit meiner Leidenschaft wächst natürlich auch mein Buchbestand. Grundsätzlich kann man ja nie genug Bücher haben! Hat man erstmal eines, will man sie alle! Man kauft sich selbst welche, man bekommt welche geschenkt, man wünscht sich welche... oder (wenn man das Glück hat) bekommt eines vom Verlag als Rezensionsexemplar geschenkt. Da kristallisieren sich mit der Zeit klarerweise die Lieblinge heraus. Jeder hat so dieses EINE Buch, das man am aaaallerliebsten hat, auswendig kennt von der ersten bis zur letzten Seite, davon träumt und schon die meisten Rezepte daraus nachgemacht hat. Bei mir ist es - und das habe ich ja schon das eine oder andere Mal erwähnt - das Backbuch von Cynthia Barcomi. Auch das Nachfolgerbuch Let's Bake hat es mir schwer angetan und ist auf dem besten Weg mein zweites Lieblingsbuch zu werden. Aber dieses eine Buch und ich.... das war Liebe auf den ersten Blick. Wir sind richtige Buddies, Busenfreundinnen, Backschwestern und haben schon so einige Küchenschlachten gemeinsam bestritten. Diesem Buch merkt man schon an, dass es oft an der Front war:

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Kleine beschriftete Klebestreifen am Rand, die mir sofort meine liebsten Rezepte anzeigen und auch diverse Gebrauchsspuren sind eindeutige Indizien dafür, dass es mein Lieblingsbuch ist.

Was die Gebrauchsspuren angeht... da scheiden sich wohl die Geister. Es gibt Menschen, die vertragen kleine Spuren von Mehl oder Zucker zwischen den Seiten einfach überhaupt gar nicht. Mir persönlich macht das nichts aus. Ich meine, das ist ein Buch, ein Gebrauchsgegenstand, ein Arbeitsmaterial und kein empfindliches Denkmal hinter Panzerglas, das bei einer Berührung sofort zu Staub zerfallen würde wie Graf Darcula im Sonnenlicht. Da kann es also leicht passieren, dass man zwischen zwei Seiten in einem meiner Backbücher ein bisschen Mehl oder ein bisschen Zucker oder gar eine Prise Kakao findet. Und ganz selten, aber doch, findet man - aber nur, wenn man genau hinsieht - klitzekleine Teigpünktchen, die so klein sind, dass man sie nur deshalb sieht, weil sich das darin enthaltene Fett auf dem Papier ausbreitet und wie ein kleiner See wirkt mit einem Teigpunkt als Insel in der Mitte. Was ich im Gegensatz dazu gar nicht leiden kann - und das finde ich total lustig - sind Eselsohren. Dagegen bin ich total allergisch! Wer mir in meine Bücher ein Eselsohr reinmacht, bekommt von mir nie wieder eines in die Hände. Da wird dann nur noch mit einem Feldstecher aus der Entfernung geschaut!

Neben dem Lieblingsbuch hat man natürlich noch haufenweise andere Bücher im Regal, auf die man gerne zurückgreift. Im Laufe der Jahre sammeln sich da so einige Werke an, das Repertoire wird größer und größer und damit auch das Wissen. Nach dem gefühlt hundertsten Buch gibt es da nicht mehr großartige Neuerungen im Kuchen- und Tortensektor. Aber es ist eine Leidenschaft (oder eine Sucht?) Bücher zu sammeln und auch wenn man schon tausendste Rezept für einen Cheesecake gelesen hat, wird es einem nie langweilig. Denn es ist die Umsetzung eines jeden Autors, die uns immer wieder dazu verleitet auch das tausendunderste Mal ein Rezept für einen Cheesecake zu lesen. Die genauen Zutaten- und Mengenangaben können variieren, Kombinationsmöglichkeiten, auf die man selbst vielleicht gar nie gekommen wäre, werden einem eröffnet und so ist man hinterher wieder ein kleines Stückchen schlauer.

Die Entscheidung ein Buch zu kaufen, mache ich daher grundsätzlich abhängig von den Rezepten. Ich achte dabei auch auf die Fotos und die Farben - eh klar, wer liest schon gern ein Backbuch in schwarz/weiß? Ich mag es vor allem bunt, fröhlich und verspielt - je bunter, desto besser. Mut zur Farbe, kann ich da nur sagen! Aber kein Foto und keine Farbe der Welt helfen mir über Rezepte hinweg, die ich nicht mag. Wenn das Foto für einen Birnenkuchen mit Walnüssen noch so toll ist und das Rezept noch so liebevoll beschrieben ist, dann ist das schön und gut, aber ich esse beides nicht! Mir ist es also wichtig, dass mich - zumindest die meisten - Rezepte auf Anhieb ansprechen. Ist das nicht der Fall, dann kaufe ich es nicht. Natürlich ist es utopisch zu glauben, dass mir in jedem Backbuch jeeeeedes Rezept gleichermaßen zusagt. Aber damit muss man ja rechnen. Kauft man sich einer CD von seiner Lieblingsband, gefallen einem mit Sicherheit auch nicht alle Lieder. Wie sagt meine Oma immer? Geschmäcker und Watschen sind verschieden! Und das ist auch gut so!

Sind in einem Backbuch nicht zu jedem einzelnen Rezept Fotos abgebildet, stört mich das nicht so sehr. Das hat dann natürlich den großen Vorteil, dass einem kein Foto präsentiert wird wie der Kuchen am Ende aussehen soll und ist daher am Ende nicht enttäuscht, wenn das Ergebnis nichtmal annähernd dem Bild im Buch ähnelt. Ich meine, jetzt mal ehrlich... jeder, der schon mal gebacken hat, wird sich in etwa vorstellen können wie ein Kuchen am Ende aussehen wird, wenn er aus dem Backrohr kommt und aus der Form gestürtzt ist. Braucht es dafür IMMER ein Foto? Grade bei den einfachen bodenständigen Sachen? Ich finde das nicht....

Neben den Rezepten, die mir bei einem Buch wichtig sind, achte ich auch auf die Kategorie. 2013 habe ich zum Beispiel festgestellt, dass ich kein einziges Buch über Eis besitze und habe mir daraufhin gleich zwei zugelegt. Das eine Buch ist Eiscreme, Sorbets, Granité, Eis am Stiel, Eistorten und Parfaits selbst gemacht von Elisabeth Johansson, welches ich wirklich SEHR empfehlen kann, grade für Leute, die keine Eismaschine besitzen. Darauf aufmerksam wurde ich bei Stephie von Meine Küchenschlacht, die darüber eine Rezension geschrieben und gleich mal ein paar Rezepte ausprobiert hat.

Und das andere... jaa... das ist ein echter Knüller. Das Buch, das mich im Sommer 2013 wirklich vom Hocker geschmissen hat, war The Icecreamists von Matt O'Connor... ich finde fast keine Worte dafür. Man muss es einfach mal gesehen und vor allem gelesen haben. Zwar schlägt es mit gut 20 Euro zu Buche, aber ich würde diesen Preis jederzeit wieder bezahlen dafür. Jede Eissorte hat einen total verrückten Namen und zu jedem Rezept findet sich eine kleine Geschichte, die sich wie eine spannende Kurzgeschichte liest. Das ist zum Brüllen komisch und schon alleine deswegen sollte man sich dieses Buch zumindest mal anschauen, man muss es deswegen ja nicht gleich kaufen. Um dieses Buch allerdings genauso zu mögen wie ich, sind zwei Dinge zu beachten. Erstens: die Zubereitung nimmt viel Zeit in Anspruch, weil die Rezepte viel Kühlzeit verlangen und man lange Pausen hat dazwischen. Damit muss man leben! Das ist also nichts, was ihr spontan mal für eure Freundin machen könnt, weil sie grad gern ein Eis hätte. Für Eilige wird aber auch eine Alternative geboten. ;) Zweitens: in jedem Rezept wird Creme Double verwendet. Das ist ein besonders gehaltvolles Sahneerzeugnis mit einem enorm hohen Fettgehalt von mind. 40% (bis zu 55%)! Leider (oder Gott sei Dank, je nach Betrachtungsweise) bekommt man das in Österreich nicht (oder ich bin einfach nur blind). Es muss also ein Ersatz her. Nach einer kurzen Recherche fand ich heraus, dass man Mascarpone und Obers zu gleichen Teilen mischen und dies als Ersatz verwenden kann oder man nimmt stattdessen Creme Fraiche. Versuchen werde ich beides! Dass nichts davon der schlanken Linie gut tut, wissen wir eh alle. Aber Fett, meine lieben Freunde des Genusses, ist ein Geschmacksträger... also lieber nicht so viel darüber nachdenken, nur eine Kugel Eis statt drei genießen und der Körper wird es einem verzeihen. Kann man diese beiden Fakten akzeptieren, steht der Begeisterung für dieses Buch nichts mehr im Wege!

A propos kaufen (ohje, ich komm heut aus dem Plaudern gar nicht mehr raus!): ich besitze mit Sicherheit wesentlich weniger Koch- und Backbücher als die meisten. Und wisst ihr was? Das juckt mich kein bisschen. Ja, ich kaufe gerne Bücher. Ja, es ist eine richtige Leidenschaft. Aber nein, ich brauche deswegen nicht zwanghaft jedes Koch- und Backbuch, das mir unterkommt, NUR damit meine Sammlung wächst. Da ist es mir lieber weniger Bücher zu haben, dafür aber gute, hochwertige und vor allem interessante! Beispielsweise habe ich zwei ganz wunderbare und tolle Bücher zum Thema Eis. Darin ist alles enthalten, was ich mir zu diesem Thema so vorstelle und werde mir daher wahrscheinlich kein drittes mehr kaufen. Das Buch muss schon ganz besonders sein und mich wirklich aus den Socken heben, damit ich sage, dass ich dieses Buch auf jeden Fall und um jeden Preis brauche!
Was ich aber unbedingt noch gerne hätte in meiner Sammlung wäre einerseits ein Buch (vielleicht auch zwei... oder drei...) von Leila Lindholm (ja, shame on me! Ich besitze noch kein einziges von ihr! Aber das soll sich 2014 ändern!) und ein gutes Buch über die thailändische Küche. Falls jemand einen guten Vorschlag hat, bitte immer her damit! 

Und dann gibt es ja auch noch jene Bücher, die man sich immer wieder anschaut und dann doch wieder zurück legt. Irgendwas hält einen davon ab, das Buch zu kaufen und den Grund dafür kann man nicht nennen. Mir geht es speziell mit einem Buch so, von dem immer geschwärmt wird. Nur leider werde ich damit einfach nicht warm. Keine Ahnung wieso, aber es übt auf mich einfach keinen Reiz aus. Oft hatte ich es schon in der Hand, oft habe ich es von vorne bis hinten und von hinten bis vorne durchgeblättert, sämtliche Rezepte eingehend gelesen und oft habe ich es wieder ins Regal zurück gestellt. Nicht, dass jetzt Missverständnisse aufkommen! Ich meine gar nicht, dass es ein schlechtes Buch ist, ganz und gar nicht. Ich bin finde es toll, wenn andere Freude damit haben, nur die Begeisterung dafür färbt auf mich nur leider nicht ab. Aber wie war das nochmal mit den Geschmäckern? Nun habe ich damit endgültig abgeschlossen und werde es mir definitiv nicht kaufen (und garantiert auch nicht vermissen in meiner Sammlung). Genug andere Bücher stehen eh auf meiner Wunschliste, ha ha ha. Jetzt seid ihr bestimmt neugierig welches Buch ich meine, oder? Die Rede ist von Sweets von Nicole Stich. Und jetzt ist genug....

Weil ihr so brav bis jetzt durchgehalten habt, sollt ihr natürlich auch belohnt werden mit einem Rezept. Heute gibt es mal ein Eis... weil ich zu Weihnachten eine tolle Eismaschine bekommen habe... weil sich fleißige Leser wahrscheinlich schon fragen "Ja, warum gab es denn bisher noch kein Eis, wenn die Bücher schon seit dem Sommer herumkugeln?"... und weil man Eis ja auch im Winter essen kann!

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Die Schüssel kommt wohl etwas ins Schwitzen! :D

Bevor ich nun aber EEENDLICH zum lang ersehnten Rezept komme, möchte ich nur noch kurz einen Satz zum Eis selbst verlieren: die Textur von dem Eis erinnert mehr an das Softeis, das es bei der Schnellrestaurantkette mit dem großen gelben M gibt und eher schnell schmilzt. Tut dem Geschmack aber keinen Abbruch, im Gegenteil... ich finde es unheimlich cremig und eigentlich hab ich Eis mit der Konsistenz sowieso viel lieber! Gut, das waren zwei Sätze. Jetzt aber:

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Für das Eis:

- 250 ml Milch
- 125 g Creme fraiche
- 2 Eigelb
- 100 g weiße Schokolade
(plus noch etwas extra für die Deko, wer will)
- 88 g Zucker
- eine Prise Salz
- 2 gehäufte EL Horlicks (Malz Getränk Pulver - hatte ich zufällig aus einem anderen Grund daheim, kann man vielleicht auch weglassen...) 
(optional: - 2 bis 3 Verschlusskappen Bailey's)
 

Milch und Creme fraiche in einem Topf langsam unter Rühren erhitzen, bis es dampft, aber nicht kocht!!

Eigelbe, Salz und Zucker hellschaumig schlagen. Die Milchmischung langsam zum Eigelb gießen und dabei ständig rühren, damit das Eigelb nicht stockt! Die Mischung in den Topf zurück geben und bei schwacher Hitze (NICHT KOCHEN!) so lange rühren, bis die Creme auf der Rückseite eines Holzkochlöffels einen Film bildet.

Die Schokolade über dem Wasserbad (oder in der Mikrowelle) schmelzen, mit Horlicks (und Bailey's) gut vermischen und zur Creme geben.

Die Mischung zurück in die Schüssel geben und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Danach die Schüssel abgedeckt in den Kühlschrank stellen und für mindestens 6 Stunden kühlen. Für Eilige: Hat die Mischung Zimmertemperatur angenommen, die Schüssel für 30 Minuten in das Gefrierfach stellen.

Die gut gekühlte Mischung nun in die Eismaschine geben und laut Herstelleranweisungen rühren. (bei mir sind es etwa 25 Minuten). Danach die Eiscreme in geeignetes Gefäß füllen und so lange frieren, bis eine löffelfähige Textur entstanden ist - etwa 2 Stunden.

Natürlich erwarte ich jetzt nicht, dass jeder eine Eismaschine zu Hause hat, deshalb hier eine kleine Anleitung für die Zubereitung von Hand (ebenfalls im Buch zu finden):

Die Mischung laut Rezept zubereiten und dann in einen Behälter füllen, der gefriergeeignet und auch groß genug ist. Abdecken und für 50 Minuten einfrieren. Nach dieser Zeit das Gefäß aus dem Tiefkühler holen und mit einem Mixer ordentlich durchrühren, um die Eiskristalle zu entfernen. Danach wieder in den Tiefkühler stellen.

Für die nächsten zwei bis drei Stunden diesen Schritt wiederholen und anschließend das Eis so lange im Tiefkühler lassen, bis es gefroren und eine löffelfähige Textur entstanden ist.
Montag, 27. Januar 2014

Cheesecake Cookies mit weißer Schokolade und Erdbeeren

HÄ?? Wie soll das funktionieren??, war mein erster Gedanke zu diesen Cookies. Also... ich mag Cookies ja total gerne und ich liebe Cheesecake. Und eine Kombination aus beidem? OH YEAH! Das kann nur gut werden!

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Gestern schickte mir meine Freundin ein Foto von einem Cookie. Was das denn ist, fragte ich sie. "Dumpfbacke! Ein Cookie!" war ihre Antwort. Zugegeben, meine Frage war etwas ungeschickt (um nicht zu sagen blöd) formuliert. Was das für ein Cookie ist, wollte ich wissen. "Ein Raspberry Cheesecake Cookie. Bin grad bei Subway. Das ist dein neuer Auftrag. Die MUSST du backen!" Kurz und knapp gab ich zurück "Äh... ja... okay!" Mehr brachte ich in dieser Sekunde nicht heraus, so stumm war ich auf einmal. Vollkommen verdutzt starrte ich auf mein Handy und dachte mir, dass das nicht wahr sein kann. Denn, man mag es kaum glauben, einen Tag zuvor war ich selbst bei Subway. Eigentlich wollte ich da gar nicht hin, aber ich war im Einkaufszentrum und erblickte einen Subway, wo vorher keiner war. Wie aus dem Boden gestampft war da auf einmal ein Laden, fleißige Mitarbeiter wuselten herum, belegten Sandwiches im Akkord und wickelten diese gekonnt in Papier, als hätten wären sie in ihrem Leben noch nie einer anderen Tätigkeit nachgegangen.
Während meiner Schulzeit ernährte ich mich praktisch nur von diesen weichen, in Wahrheit labbrigen Sandwiches mit Füllung und war zu Tode betrübt, als meine Lieblingsfiliale zumachte. Man hat mich meiner Nahrungsgrundlage beraubt! Dann verschwanden nach und nach alle von der Bildfläche (abgesehen von der gegenüber der Oper - für alle Ortskundigen). Na, jedenfalls war da *tadaaa* plötzlich ein Laden. Einfach so. Wie hyponitisiert marschierte ich entschlossen flotten Schrittes in Richtung Theke und bestellte ein Sandwich, und etwas zu trinken. Wie allerdings ein Cookie auf meinem Tablett landen konnte, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich hat mich das junge Ding die junge Dame an der Kassa gefragt, ob ich denn noch einen Cookie möchte (weil ist ja dann ein "Sparmenü"), während ich in meiner Tasche nach Geld kramte und einfach nur ganz lapidar "Jaja, den da rechts!" gesagt habe, allerdings ohne dabei wirklich hinzusehen. Es kann nur so gewesen sein. Jedenfalls fand ich auf dem Tablett vor mir einen Rasperry Cheesecake Cookie. Kannte ich vorher nicht, aber da lag er nun. Also musste/wollte ich ihn essen. Und... Oh mein Gott, war der lecker! Ich machte mir sogar in meinem Handy eine Notiz, dass ich UNBEDINGT ein Rezept finden MUSS, das dem geschmacklich sehr nahe kommt.

Und dann hat man plötzlich eine Nachricht von einer Freundin, die genau dasselbe von einem fordert. Zwei Doofe - ein Gedanke. Naja, wir sind ja nicht grundlos so gut befreundet.

Mein Auftrag war also ganz klar, ein Cookie Rezept musste her. Der erste Weg führte mich natürlich gleich zu Google und eine nächtliche Recherche brachte mir die Erkenntnis: dieser Raspberry Cheesecake Cookie von Subway ist weltweit wohl wesentlich bekannter.. und vor allem aber auch beliebter, als die Sandwiches selbst. Hm, sollte sich Subway Gedanken machen um das Konzept? Unisono posaunen Stimmen aus dem Internet heraus, dass DIESER Cookie der allerbeste und sowieso das Nonplusultra unter den Cookies ist.

Die Suche danach gestaltete sich schwieriger als gedacht, denn die Rezepte beinhalten durchwegs sowas wie "eine Box Muffin Mix" der Firma Jiffy. Von der Idee eine Backmischung in meine Cookies zu mischen, war ich nicht besonders angetan und wurde daher sofort wieder verworfen. Und ganz abgesehen davon, bekommt man diese hierzulande ohnehin nicht...

Man muss nur etwas Geduld beweisen, Onkel Google seine Arbeit machen lassen und eventuell amerikanische Mengenangaben umrechnen. Dann landet man nämlich letztlich bei einem Rezept, das nicht 100%-ig das von Subway ist. Nein! Es ist noch viel besser!

Herausgekommen sind unglaublich weiche, nicht zu süße, unheimlich tolle Cookies, die absolut das Potential haben meine neuen Lieblingscookies zu werden. Ich weiß, dass ich dazu neige JEDES Cookierezept als DAS Cookierezept zu bezeichnen, aber diesmal meine ich es echt ernst! Denn der Griff in die Keksdose ist einfach zu verlockend.

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Zum Abschluss noch kurz ein Satz, warum es keine Cookies mit Himbeeren gibt: ich hatte noch getrocknete Erdbeeren, die genau für die Cookies ausgereicht haben (als ob sie genau darauf gewartet hätten) und ich hatte echt keine Lust von Pontius nach Pilatus zu pilgern auf der Suche nach getrockneten Himbeeren. Meine Freundin wird es mir wohl verzeihen...

Ich springe jetzt jedenfalls mit Anlauf in die Keksdose, wälze mich in diesen Häppchen von essbarem Glück... und muss dann wohl eine neue Ladung Cookies für meine Freundin machen. 

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Für die Cookies:
(etwa 16 bis 18 Stück)

- 1 Ei
- 125 g Butter
- 115 g Frischkäse
- 1 TL Vanilleextrakt
- 85 g brauner Zucker
- 110 g Zucker
- 180 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 2 (gestrichene) TL Stärke
- eine Prise Salz
- 100 g getrocknete Erdbeeren, grob gehackt
- 100 g weiße Schokolade, grob gehackt

Mehl, Backpulver, Stärke und Salz in einer Schüssel mischen. 

Butter, Vanilleextrakt, beide Zuckersorten und Ei mit einem Handmixer auf höchster Stufe cremig schlagen. 
Auf niedriger Stufe den Frischkäse unterrühren.

Das Mehlgemisch unterheben, am Schluss die gehackten Erdbeeren und die gehackte Schokolade unterheben.

Den Teig für etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und jeweils einen großzügigen Esslöffel Teig auf das Backblech setzen. Die Teigbatzen flach drücken. Die Cookies zerlaufen beim Backen nicht mehr!

Auf mittlerer Schiene etwa 15 Minuten backen. Nach der Backzeit die Cookies auf ein Gitter geben und vollständig auskühlen lassen.

(So richtig gut schmecken die Cookies übrigens am nächsten Tag!)
Dienstag, 21. Januar 2014

Chai Sirup

Erinnert ihr euch noch an mein Desaster mit den Chai Keksen? ICH schon! Noch heute bin ich davon traumatisiert! Bisher war meine Suche nach einem passenden Rezept zwar erfolglos, aber ich gebe nicht auf. Bis ich den heiligen Gral gefunden habe, versorge ich mich mit einem wunderbaren Chai Sirup, den ich bei nicest things gefunden habe. Schon damals habe ich erwähnt, dass ich Chai zu jeder Jahreszeit mag. Im Sommer darf er gern auch mal kalt auf den Tisch - man möge es mir bitte verzeihen. Schmeckt mir halt das ganze Jahr, was soll ich machen?

Mangels frischer Beeren und anderer Obstsorten, die mir ein farbenfrohes Backen und Einkochen verwehren, muss ich eben auf Gewürze zurück greifen, um mir irgendwie über die kalte Jahreszeit zu helfen. Was ich gar nicht verstehen kann, sind Hinweisschilder im Supermarkt auf denen steht "Es tut uns sehr leid, dass wir Ihnen aufgrund von Lieferschwierigkeiten derzeit keine frischen Erdbeeren anbieten können. Wir bitten um Ihr Verständnis!" ... äh... ja... verstehe... Erdbeeren so völlig außerhalb der Saison. Ich habe grundsätzlich kein Verständnis dafür, dass es "frische" Erdbeeren oder generell irgendwelche Beeren im Winter gibt! Beeren gepflückt aus dem Gewächshaus in Timbuktu oder sonst wo und auf Weltreise geschickt, nur damit uns das Gefühl vermittelt wird das ganze Jahr versorgt zu sein, sind halt nicht so mein Fall.
Ich warte auf den Sommer, folge bis dahin dem Ruf von Armor&Kartoffelsack und würze mich durch den Winter mit kräftigen Aromen!

http://amorundkartoffelsack.blogspot.de/2013/12/wurz-dich-durch-den-winter-blogevent.html

Würziger und kräftiger als mit einem Chai geht es wohl kaum mehr. Bisher bin ich nur einmal in meinem Leben in den Genuss gekommen richtigen Chai zu genießen zubereitet von einer Inderin. Es war vor einigen Jahren während meines Auslandsjahres in der Schweiz, als ich (und noch ein paar andere) bei einer Kollegin eingeladen waren. Die Truppe war international und wir haben ausgemacht, dass jeder eine landestypische Spezialität mitbringt. Damit nicht alle eine Hauptspeise bringen und wir uns am Ende gar noch den Gürtel oder den Hosenknopf öffen müssen, um nicht aus der Kleidung zu platzen, sprachen wir vorher ab wer was beisteuert zu unserem Multikultidinner. 

Besagte Inderin servierte uns zur Vorspeise eine Suppe, die ausgesprochen köstlich war. Am liebsten hätte ich den Topf ausgeleckt! Vielmehr war ich allerdings fasziniert von einem Geruch einer Duftwolke, die einen umhüllte, sobald man bei der Türe reinkam. Chai kannte ich bis dato nicht wirklich, daher war ich von diesem Duft wie hypnotisiert und er zog mich magisch an. Sie stand in der Küche und bereitete Chai zu zelebrierte die Zubereitung von Chai richtig. Ich konnte nicht genau sagen welche Zutaten sie dafür verwendet hat. Es waren so viele Aromen, die durch sämtliche Poren in meinen Körper eindrangen. Was sie uns dann zum Trinken servierte, schmiss mich wirklich vom Hocker. Worte fand ich zunächst keine dafür. Stattdessen saß ich nur wie gebannt auf dem Sessel und konnte nicht mehr aufhören zu trinken. Ich wollte mehr! Ich wollte darin baden! Ich wollte ein Parfum daraus machen! Ich wollte, dass mein Blut ausgetauscht wird durch Chai, der sämtliche meiner Adern mit Aromen versorgen sollte!
Chai par excellence wie ich ihn seither nie mehr bekommen habe, geschweige denn selber machen konnte! Ihr merkt also... ich trinke das Zeug echt gern.

Zwar löcherte ich sie mit Fragen nach den Zutaten und der Zubereitung, die sie mir auch eingehend beantwortete. Da ihre englische Aussprache nur leider etwas...äh... holprig war, verstand ich leider nicht alles. Aber ich konnte raushören was da so alles reinkommt, und dass es sich hierbei um ein altes Familienrezept handelt. Und wie das halt so ist mit den alten Familienrezepten: jede hat ihr eigenes! Angeblich gibt es dafür ja nichtmal ein fixes Rezept, sondern jeder tut das rein was ihm am besten schmeckt. Na, mir soll's recht sein, hauptsache würzig! Weiters erklärte sie mir noch, dass Chai die Bezeichnung für Tee in Asien ist. Und ihr stellt es wirklich die Nackenhaare auf, wenn jemand Chai Tee sagt. Chai ist ja schon Tee! Also bitteschön wer trinkt Tee-Tee? (Macht nix, dafür rollen sich die Zehennägel bei österr. Konditoren auf, wenn sie Bisquitteig hören. Aber egal, anderes Paar Schuhe!)

Ich war, nein, wir alle waren so dermaßen fasziniert von diesem Getränk, dass wir uns schweigend - weil im absoluten Chaidelirium schwebend - nur darauf konzentrierten, jeden Tropfen genießen wollten und dabei  vollkommen aufs Essen vergaßen. Am Ende des Abends blieb mir nur noch die Erinnerung an eine Tasse perfekt zubereiteten Chai. Nie wieder habe ich es geschafft Chai selbst zuzubereiten, der dem von damals auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Nie wieder. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich das Rezept für diesen Sirup fand, der dem Geschmack, den ich mir wünsche schon SEHR nahe kommt. Wahrscheinlich würde meine indische Kollegin Magenschmerzen bekommen, wenn sie wüsste wie ich das mit dem Chai jetzt so handhabe, aber sie muss ja nicht alles wissen, oder?!

Und falls jetzt noch jemand wissen will was ich damals mitgebracht habe: es war eine Sachertorte, für die ich das Rezept rausrücken musste! Wenn ihr also mal nach Spanien, Japan, Schweden, Polen, Kanada, Griechenland oder Italien kommt, euch dort eine Schokoladentorte vor die Nase gesetzt wird mit dem Kommentar "das ist eine Torte nach einem Rezept von irgendeiner Österreicherin", dann geht das auf meine Kappe!

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Ich gehe jetzt jedenfalls... und trinke noch eine Tasse Chai... Geteilt wird in diesem Fall ausnahmsweise einmal nicht. Und falls mich jemand sucht: ich schwebe im Chaihimmel! *out of order*

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Für den Sirup:

- 600 ml Wasser
- 200 g braunen Zucker
- 3 Beutel Schwarztee
(ich habe gerne Ceylon oder Assam...
aber je nach Belieben)
- 2 Zimtstangen
- 2 Sternanis
- 1 Vanilleschote
- 10 Kardamomkapseln
- 10 Nelkenstifte
- etwa eine 2 cm dicke Scheibe frischer Ingwer
- eine (feste) Prise Muskatnuss
- 1 TL gemahlener Zimt
- ein paar ganze Pfefferkörner (aber echt nur wenige)
(optional: - 1/2 TL Piment)

Das Wasser mit dem Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Die Teebeutel in den Sirup hängen. Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen.

Sämtliche Gewürze in den Sirup geben und für etwa 20 Minuten leicht köcheln lassen, zwischendurch umrühren. 

Die Teebeutel nach etwa der Hälfte der Zeit entfernen, damit der Sirup nicht bitter wird. 

Nach den gut 20 Minuten den Sirup durch einen Filter (Kaffefilter, Teefilter,...) gießen. 

Den Sirup in eine Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren! (Hält angeblich eine Woche, ich weiß es nicht, denn so lange halte ICH nicht durch!)

Für eine Tasse nun entweder einen Teil Sirup mit zwei bis drei Teilen (heißer) Milch aufgießen, oder (wem das zu "schwer" ist im Magen) mit je einem Teil Milch und einem Teil Schwarztee aufgießen. 
Zum Servieren entweder mit Schlagobers oder Milchschaum anrichten.
Montag, 13. Januar 2014

Schoko "Bounty" Kokos Cupcakes - oder die verrückten Suchbegriffe

Anlässlich ihres zweiten Bloggeburtstags veranstalten Sabrina und Steffen von feed me up before you gogo ein sehr originelles Blogevent, das jeden Blogger anzieht wie ein Magnet und bei dem man einfach mitmachen muss! "Blogg den Suchbegriff" lautet der Titel und es geht darum einen Beitrag zu schreiben über einen lustigen Suchbegriff, mit dem irgendwer irgendwann mal auf dem Blog gelandet ist.

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Verlängert bis zum 15. Januar 2014)

Jeder, der einen Blog schreibt, kennt das mit Sicherheit.. man sieht sich seine Statistiken an... Besucherzahlen, Zugriffsquellen, beliebteste Posts, etc...
Und manchmal, wenn man was zum Lachen braucht, sieht man sich seine Suchbegriffe an. Also jene Rubrik, die einem auflistet mit welchem Suchbegriff man auf dem Blog gelandet ist. Ab zu und sind da so (Entschuldigung) saublöde Sachen dabei, da hat man wirklich keine Erklärung dafür wie um alles in der Welt man mit so einem Suchbegriff auf dem Blog landet. Ein paar Auszüge gefällig? Hier kommen meine Highlights der lustigsten Suchanfragen:

Relativ bald nach der Eröffnung meines Blogs hat mir "Ich trinke gerne Spezi" ein Schmunzeln entlockt - aha! Vielen Dank für die Info! Gibt es sonst noch irgendwas, das ich u-n-b-e-d-i-n-g-t wissen muss? Besondere Essgewohnheiten? Ausgefallene Schlafgewohnheiten? Um mich ein wenig solidarisch zu zeigen: Ich trinke ab und zu auch gerne Spezi.

"Schmeckt Risotto gut" war im Herbst ein echter Knaller - naja, pauschal lässt sich diese Frage nur schwer beantworten, man sollte aber zumindest was für Reis und Parmesan übrig haben - nur mal so ganz grundsätzlich. Und dann hängt es natürlich auch noch von den persönlichen Vorlieben ab. Ein Spargelrisotto würde ich verweigern wie Kaspar seine Suppe. Da kann man mir mit einem Safran- oder einem Kürbisrisotto hingegen schon viel mehr Freude machen. Da ich hier aber keinen Kochblog führe, hat diese Suchanfrage (plus Erläuterung meinerseits) das Thema leider ein bisschen verfehlt.
Mir stellt sich da allerdings eine ganz andere Frage: In welche Suchmanschine muss man solche Anfragen reinklopfen, um damit auf meinem Blog zu landen? 

Dann gibt es aber doch auch Suchbegriffe, die thematisch zumindest irgendwie mit meinem Blog zu tun haben. Vor Weihnachten fand ich die Suche nach dem Begriff "harte Kekse" sehr... äh... interessant, leider aber viel zu ungenau.Was ist damit gemeint? Will jemand Kekse backen, die hart wie Steine und multifunktionell sind - Plombenzieher, Munition gegen lästige Nachbarn und Naschzeug in einem? Oder hat jemand Kekse gebacken, die leider zu hart geworden sind und war dann verzweifelt auf der Suche nach Gründen? Ich weiß es nicht...

Bereits im August tauchte das Problem "Sahne nach dem Schlagen zu fest" in meiner Statistik auf - nun, das kommt davon, wenn man Sahne Schlagobers rührt wie ein Berserker im Blutrausch, denn dann wird's nämlich zu Butter. Da helfen nur noch Salz und ein paar Kräuter. Das Ergebnis wird als Kräuterbutter auf den Mittagstisch gestellt und man macht sich ans Werk, um einen neuen Becher Obers steif zu schlagen... und hört vor allem irgendwann wieder damit auf!

Ein Suchbegriff hat es allerdings geschafft wirklich den Vogel abzuschießen, sämtlichen absurden Suchbegriffen die Krone aufzusetzen und bei mir eine Mischung aus Stirnrunzeln, Kopfschütteln und Lachsalven auszulösen. Dieser Suchbegriff steht bei mir unangefochten auf dem 1. Platz und wird das Zepter der bescheuerten Suchwörter wohl nicht so schnell abgeben. Jetzt sperrt Augen und Ohren auf und haltet euch gut fest, denn das wird euch umhauen! *trommelwirbel*... "Kann man Rindenmulch essen?" - echt jetzt? Ohne Worte... Warum zum Kuckuck landet man damit bei mir??? Wie geht das bitteschön??? Steht Google unter dem Einfluss irgendwelcher bunter Pillen??? Versteh einer die Welt...

So lustige und häufig auf Unverständnis stoßende Suchbegriffe stehen natürlich nicht an der Tagesordnung, kommen aber doch oft genug vor, sodass ich immer wieder mal was zum Lachen habe. Denn meistens tauchen recht normale Begriffe auf, die mich zu dem einen oder anderen Rezept angeregt haben. Einen davon möchte ich heute aufgreifen, da er sich mit einem Rezept deckt, das ich schon öfter im Blick hatte. Jemand gab im Suchfeld "Bounty selber backen" ein und ist bei mir gelandet. Ähm... Grundsätzlich wird Bounty ja nicht gebacken. Das ist irgendeine Kokosmasse, die mit Schokolade umhüllt wird. Wäre mir neu, dass dafür ein Backofen gebraucht wird. Ich kenne das Betriebsgeheimnis ja nicht, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass bei der Herstellung von Bounty Riegeln ein Backofen zum Einsatz kommt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass jemand einen Kuchen backen wollte mit Schokolade und Kokos, der optisch und/oder geschmacklich dem leckeren Kokosriegel nahe kommt.

Ein scheinbar sehr berühmtes und oft kopiertes Rezept, das da so im Internet herumkursiert, scheint des Rätsels Lösung zu sein. Gesehen habe ich es hier, hier und hier, und sonst auch noch auf allen anderen Kochplattformen, die das Netz so hergibt. Diesen Kuchen hatte ich schon so oft auf meiner To-bake-list und auch genauso oft davon wieder gelöscht. Immer wieder tauchte bei mir der Reiz auf diesen Kuchen mal zu probieren, ein Blick auf die Zutatenliste brachte mich von diesem Gedanken aber jedes Mal wieder rasch ab. Was mich immer am meisten abgeschreckt hat, war der unglaublich hohe Anteil an Butter - die Hüfte freut sich, die Waage stöhnt. Da spazieren die guten - Ich werde auf meine Ernährung achten! - Neujahrsvorsätze (falls überhaupt vorhanden) gleich wieder bei der Türe raus und schließen sie höchstens noch von außen.
Eine Chance sollte der Kuchen trotzdem bekommen, denn wenn er angeblich wirklich nach Bounty schmeckt, dann muss ich das Rezept zumindest einmal im Leben probiert haben!

Aber natürlich geht das nicht, ohne vorher ein bisschen am Rezept zu basteln. Die Milch habe ich durch Kokosmilch getauscht und die Buttermenge für die Füllung habe ich etwas reduziert. Macht die Sache nicht unbedingt ernährungsfreundlicher, aber so kann man seine guten Vorsätze wenigstens davon überzeugen noch ein bisschen zu bleiben, schließlich verdient jeder eine zweite Chance. Aufgrund eines... sagen wir mal... Unfalls, musste ich etwas umplanen und habe - in der Hoffnung die Creme auch als Topping verwenden zu können - Cupcakes gemacht. (Von diesem Unfall werde ich euch bald berichten.)

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Das Ergebnis war... jaaaa... eine Wucht! Zugegeben, die Cupcakes sind SEHR mächtig! Mehr als einen schafft man davon nicht, aber dieser eine ist es auf jeden Fall wert! Denn jeder Bissen ist für alle Kokosfans ein wahrer Genuss! Nie im Leben hätte ich gedacht, dass die Füllung wirklich nach Bounty schmeckt, aber ich kann dieses Gerücht nur bestätigen!
Also.... schaut nicht so genau hin, probiert diesen Kuchen diese Cupcakes und schwelgt dabei im 7. Kokoshimmel!

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Für die Cupcakes:
(12 Stück)

- 2 Eier
- 120 g weiche Butter
- 120 g brauner Zucker
- 140 g Mehl
- 100 g Vollmilchkuvertüre
- Vanillezucker
- 1 TL Backpulver
- 80 ml Milch

Für das Topping:

- 375 ml Kokosmilch
- 4 EL Grieß
- 140 g Zucker
- 100 g weiche Butter
- 140 g Kokosraspel
- etwas Vollmilchkuvertüre (für den Guss)

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Die Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mehl abmessen und mit Backpulver mischen.

Den Zucker, den Vanillezucker und die Butter sehr schamig schlagen. Die Eier einzeln dazu geben und gut verrühren. Die Schokolade untermischen.

Das Mehl mit dem Backpulver unterheben, am Schluss die Milch dazu geben.

Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und auf mittlerer Schiene 20 bis 25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Die Cupcakes vollständig auskühlen lassen!

Für das Topping Den Grieß und die Milch in einen Topf geben, aufkochen lassen und die Masse sehr fest einkochen. Abkühlen lassen.

Zucker, Kokosraspel und die weiche Butter unter den abgekühlten Grießkoch rühren und gut mixen.

Das Topping in einen Spritzbeutel füllen und auf die Cupcakes aufdressieren.

Für den Guss etwas Vollmilchkuvertüre schmelzen und mit einem Löffel in großzügig drüber laufen lassen.
Freitag, 10. Januar 2014

Double Chocolate Chip Cookies

Als ob wir in den letzten Wochen nicht genug gegessen, genascht und reingeschlemmt hätten. Jetzt komme ich auch noch daher mit so superschokoladigen Cookies, die der Umsetzung der guten Neujahrsvorsätze nicht besonders zuträglich sind. Aber wisst ihr was? Ich habe gar keine! :)

Ganz ehrlich... wenn ich etwas machen möchte, warum soll ich damit bis zum neuen Jahr warten? Hand aufs Herz,  schlechte Gewohnheiten kann ich das ganze Jahr über ablegen, muss ich denn dafür wirklich auf das neue warten? Oder ist das nur eine faule Ausrede gegenüber sich selbst, um sich noch eine Galgenfrist zu gewähren... oder weil man zu bequem ist gleich damit zu starten seine nervigen Angewohnheiten loszuwerden?

Und weil ich auf jegliche Vorsätze verzichte, habe ich auch kein schlechtes Gewissen den einen oder anderen Cookie zu naschen. Mit viel Zucker und viel Schokolade! Wie immer lautet Devise dabei nämlich Maß und Ziel! Da esse genieße ich also lieber nur ein oder zwei Cookies und nicht drei, vier oder fünf und fühle mich hinterher dennoch gut.

So superschokoladige Cookies sind aber auch einfach zu gut, um sie nicht zu mögen und mal hinzugreifen. Ich mag es, wenn sie dünn, aber dennoch weich sind. Damit sie so weich werden, muss man beim Backen genau zwei Dinge beachten: 1. NIE zu lange backen und 2. NIE die Zuckermenge reduzieren. Im ersten Moment ist man zwar immer ein wenig geschockt über die Zuckermenge, die verwendet wird. Aber glaubt mir... die brauchen das. ;)

Überhaupt finde ich, dass man Cookies immer zu Hause haben kann. Denn ich sehe darin zwei großeVorteile.
Zum einen sind sie länger haltbar als beispielsweise Torten und Kuchen, die ja innerhalb weniger Tage verzehrt werden sollten. Von Cookies kann man länger zehren, und so hat man immer einen Snack zwischendurch, ein kleines Dessert nach dem Essen oder einen aufbauenden Seelentröster nach einem harten Tag. Und zum anderen sind so Cookies universelle Alleskönner. Habt ihr euch schon mal überlegt, was man damit noch alles anstellen kann? Zerhackt passen sie gut in einen Cheesecake rein, ja sogar als Boden für einen Cheesecake gehen sie durch! Ist es heiß draußen? Super! Cookie- Eis mit groben Keksstücken drin finde ich herrlich! Also, selbst wenn ihr mal viel zu viele Cookies gebacken haben solltet (falls das überhaupt möglich ist) und ihr schon gar nicht mehr wisst wohin damit, findet sich immer noch ein Weg sie zu verarbeiten! 

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Zu finden ist das Rezept in Cynthia Barcomi's Backbuch und damit bin ich absolut zufrieden. Die Suche nach dem perfekten, superweichen Cookie gestaltet sich ja oft als langwierig und wird begleitet von vielen Fehlversuchen. Das - für mich - perfekte Rezept (und damit auch meinen Cookieseelenfrieden) habe ich aber Gott sei Dank schnell gefunden und hätte ich eigentlich schon längst hier mal bringen sollen!

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Für den Teig:
(etwa 30 Stück)

- 300 g Mehl
- 100 g Kakao
- 1 TL Backpulver
- etwas Salz
- 250 g weiche Butter
- 260 g Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 2 Eier
- 150 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
- 150 g weiße Schokolade, grob gehackt

Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Mehl, Kakao, Backpulver und Salz in einer Schüssel abmessen und mischen.

Butter und Zucker leicht schaumig schlagen (etwa 3 Minuten), dann den Vanillezucker und die Eier einrühren und wieder etwa 3 Minuten schlagen.

Das Mehlgemisch hinzufügen und mit einem Kochlöffel umrühren.

Die gehackte Schokolade hinzufügen und unterheben.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und mit einem Löffel große Teigtropfen auf das Backblech setzen. Dabei genügend Abstand lassen, da die Cookies beim Backen stark auseinander laufen.

Etwa 12 Minuten backen, danach auf einem Gitter auskühlen lassen. Die Cookies sind, wenn sie aus dem Ofen kommen, noch EXTREM weich und zerbrechlich. Nach dem Auskühlen sind sie weich, aber stabil.


Montag, 6. Januar 2014

Vanillekipferl Cake Pops - oder Resteverwertung Part II

Na, habt ihr schon genug von Weihnachtskeksen? Habt ihr noch welche gebunkert? Kommen sie euch schon bei den Ohren raus? Meine Vanillekipferl kann ich jetzt wohl keinem mehr anbieten, ohne dabei ein Stirnrunzeln und ein "Aber sonst geht's noch?" dafür zu ernten. Nun.... ich möchte nicht bis zum Fasching auf meinen Keksen sitzen bleiben, daher geht meine Rest'lparty weiter....

Letztlich habe ich mich für Cake Pops entschlossen aus drei Gründen. Der erste und einfachste - und wahrscheinlich auch der naheliegenste - Grund ist, dass ich meine Vanillekipferl loswerden wollte. Leuchtet ein, oder?
Zweitens erinnere ich an meine Schwierigkeiten bei den Vanillekipferl Cupcakes, die mich drei Anläufe und einige Nerven gekostet haben! Obwohl mir beim ersten Versuch alles sitzen geblieben ist und ich mich nicht dazu durchringen konnte die kleinen Küchlein trotzdem auf den Tisch zu stellen, konnte wollte ich sie einfach nicht wegschmeissen - viel zu schade drum, denn geschmacklich waren sie ja einwandfrei! Also habe ich sie kurzerhand ins Gefrierfach befördert und habe ihnen auf den Weg dort hin das Versprechen abgegeben, dass ich sie schon ganz bald verwenden würde.
Und drittens habe ich zu Weihachten das kleine Büchlein Kuchenlollis geschenkt bekommen von Frau P. (Ich nenne sie jetzt einfach mal Frau P. und hoffe, sie ist mir deswegen nicht böse!). Es waren außerdem noch eine kleine Silikonform dabei und ein paar Stiele. Sie hat es mir deshalb geschenkt, weil sie ganz richtig bemerkt hat: Viktoria hat noch keinen Beitrag über Cake Pops auf ihrem Blog! Und genau deshalb habe ich mich so sehr darüber gefreut, weil das Geschenk sehr aufmerksam ist!

Ganz begeistert verfolgt sie meinen Blog und liest meine Einträge sogar ihren Arbeitskolleginnen vor, die ihr dann jedes Mal gespannt mit großen Ohren lauschen. Dabei fragen sie sich immer: "Wie viel Zeit verbringt denn die Viktoria so in der Küche, wenn sie eine Torte oder so bäckt?" Um diese Frage an dieser Stelle zu beantworten: das kommt ganz darauf an! Manchmal sind es Stunden, die mich regelrecht an die Küche fesseln. Manchmal kann ich allerdings auch eine Pause einlegen, wenn etwas kühlen/fest werden/sonst was muss... in Summe sind es dann doch wieder einige Stunden. Und manchmal geht es echt ratzfatz, wenn der Teig im Handumdrehen angerührt und die Backzeit länger ist als die gesamte Vorbereitungs- und Zubereitungszeit, wie zum Beispiel bei Muffins.

Manchmal aber habe ich das Gefühl, ich verbringe ganze Tage in der Küche, so wie bei den heutigen Cake Pops! Cake Pops habe ich davor noch nie gemacht und ich merkte schnell... mir fehlt die Übung. Ich sollte aber beim Anfang beginnen....
Was Frau P. nicht wusste... eigentlich wollte ich Cake Pops schon längst mal ausprobieren. Ja, ich hatte sogar schon Stiele und so eine lustige kleine Cupcake Popform gekauft! Irgendwas hat mich aber immer daran gehindert.... meistens wars wahrscheinlich die Unlust! Dabei soll es doch so einfach sein...

Nicht, dass ich mich verpflichtet fühle Cake Pops zu machen, aber die Gelegenheit war grade einfach günstig dazu. Ich hatte Kuchenreste, ich hatte Keksreste, ich hatte noch Frischkäse.... also warum nicht? 
Die (mittlerweile aufgetauten) Kuchenreste (genau genommen Cupcakereste) und die Vanillekipferl zerbröselt, etwas Zucker dazu, noch genügend Frischkäse und ich konnte den Teig kneten. Aber wie sollte die perfekte Konsistenz aussehen?

Wahrscheinlich war mein Teig zu feucht, denn ich hatte anfangs echte Schwierigkeiten mit dem Formen auspressen und irgendwie rutschte mir immer alles aus den Händen. Ein paar Vanillekipferl hatte ich ja noch übrig, also wurden die noch rasch zerbröselt und dann klappte es auch mit dem Formen. Juhu, erste Hürde geschafft! Ein bisschen groß kamen mir diese Dinger allerdings schon vor... Würden sie später auch am Stiel halten?

Dann hatte ich eine ganz schlaue Idee: Nach einer etwa einstündigen Kühlzeit (soll man ja so machen, damit sich alles noch festigen kann), steckte ich mit etwas zu viel Elan die Stiele in die Cake Pops. Nämlich aus Angst, sie würden mir vom Stiel fallen, wollte ich auf Nummer sicher gehen und die Stiele extra weit reinstecken... damit hinterher auch jaaa nichts passiert. Leider meinte ich etwas zu gut und kam mit dem Stiel gleich beim anderen Ende wieder raus. Der Lernprozess ging in diesem Fall nur schleichend voran, denn ich durchbohrte die ersten fünf Stück, sodass ich sie nochmal machen musste!

Das Überziehen mit Schokolade ging dann Gott sei Dank einfach, vor allem flott und - ganz wichtig!- unfallfrei! Sogar das Bestreuen mit Zuckerperlen machte keine Probleme, man muss nur jegliches Dekomaterial, das AUF die Cake Pops soll unbedingt schon zur Hand haben! Und so kann ich euch heute meine ersten, teilweise unförmigen, semi-perfekten, teilweise ungleich großen Cake Pops präsentieren. Aber mit ein bisschen Übung werde ich auch das noch schaffen...
Vielleicht lag es an der Form selbst, vielleicht werde ich das nächste Mal Kugeln rollen, vielleicht lag es an meiner falschen Handhabung mit der Form.... aber ich werde definitiv wieder Cake Pops machen, denn es macht Spaß, ist eine tolle Möglichkeit Reste zu verwerten, optisch ein Knüller auf jeder Party und ein geniales Mitbringsel...

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Für die Cake Pops:
(25 bis 27 Stück)

- 200 g Kuchenreste
- 100 g Keksreste
(oder jeweils 150 g oder nur 300 g Kuchenreste.... 
was ihr eben zur Hand habt)
- 140 g Frischkäse
- 70 bis 100 g Zucker
- Cake Pop Stiele 

Zum Glasieren:

- 150 g weiße Kuvertüre
- 150 g Vollmilchkuvertüre
- Zuckerperlen
(oder was auch immer man möchte) 

Die Kekse und den Kuchen zerbröseln und in einer Schüssel mit dem Zucker und dem Frischkäse vermengen. Der Teig sollte die Konsistenz von Knetmasse haben. Ist er zu feucht, noch etwas Kuchen (oder Kekse) dazu geben.

Nun kann man Kugeln formen. Dabei ist es hilfreich jede Portion abzuwiegen, um sicher zu gehen, dass alle gleich groß sind.  Oder man sticht mit Keksausstechern Formen aus... oder man hat eine Cake Pop Form und versucht sich daran.... Wichtig ist jedenfalls, dass alle etwa die gleiche Größe haben.

Die Kugeln/Formen nun für etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen oder wer es eilig hat, stellt sie für 10 bis 15 Minuten ins Gefrierfach.

Nun ist gute Vorbereitung ganz wichtig. Zuckerperlen und Stiele bereit legen. Irgendwas, wo man die Cake Pops zum Trocknen reinstecken kann, muss ebenfalls bereit stehen. Ich hatte noch etwas Styropor übrig, das war eine perfekte Halterung! Eine Eierschachtel tut es aber auch.

Beide Kuvertüresorten über dem Wasserbad schmelzen.

Für den unteren Teil der Cake Pops den unteren Teil bis zur Hälfte in die weiße Kuvertüre tauchen und die überschüssige Kuvertüre abtropfen lassen.
Dann einen Stiel nehmen, ein wenig in die Kuvertüre eintauchen und dann in den Cake Pop stecken.

So mit allen fortfahren und zum Trocknen wieder in den Kühlschrank stellen.

Wenn alles trocken ist, geht es mit dem oberen Teil weiter. Dafür die zweite Hälfte in die Vollmilchkuvertüre tauchen und die überschüssige Schokolade wieder abtropfen lassen. 

Recht bald solltet ihr dekorieren. Ich habe immer 3 Cake Pops gemacht und dann mit Zuckerperlen bestreut. Auf keinen Fall zu lange damit warten, sonst härtet die Kuvertüre aus!

Danach wieder alle Cake Pops zum Trocknen in den Kühlschrank stellen.
Donnerstag, 2. Januar 2014

Bananentiramisu (ohne Ei!) - oder Viktoria feiert Rest'lfest'l

Die Einkaufsliste war diesmal sehr, sehr kurz. Denn die meisten Zutaten für das Bananentiramisu hatte ich ohnehin zu Hause. Schuld daran war Weihnachten. In meinem Kaufrausch und vor allem aber meiner Sorge, es könnte irgendwas schief gehen bei den Toppings meiner Cupcakes, habe ich Mascarpone, Topfen und Obers gleichmal in mehrfacher Menge gekauft. Man kann ja nie wissen. Es braucht ja nur die Schüssel mit dem frisch angerührten Topping runter fallen und völlig fassungslos, bestürtzt und handlungsunfähig steht man dann vor dem Schweinestall am Boden und sieht das Weihnachtsdessert vor seinem geistigen Auge schon den Bach runter laufen. Na, dann lieber vorsorgen, denn sicher ist sicher.

Gott sei Dank ging aber alles gut bei mir und so tummelten sich noch allerhand Milchprodukte im Kühlschrank - ein Becher Mascarpone kuschelte ganz hinten in der letzten Ecke mit einem Becher Topfen (beides noch ungeöffnet) und ein Fach weiter unten fand sich ein einsamer Becher Schlagobers. Grundsätzlich ist das ja nicht schlecht, nur sind Milchprodukte eben nicht haltbar bis zum Sankt Nimmerleinstag. Also, was tun?

Ein Blick in meine Obstschüssel verriet es mir sofort: Bananen! Schon wieder reife Bananen! Seit wann liegen die da? Es ist kaum zu fassen, ich habe doch erst vor ein paar Tagen die letzte gegessen! Ich werde doch hoffentlich in meinem weihnachtlichen Lebensmitteleinkaufsrausch nicht noch mehr Bananen gekauft haben? Was für ein Glück, dass da nur zwei lagen und nicht gleich eine ganze Staude, die wahrscheinlich für eine Horde Affen reichen würde!

Na, dann machen wir halt mal wieder was mit Bananen... Ich kramte in meinem Kopf nach Ideen, die ich schon länger umsetzen wollte und musste auch gar nicht lange dafür überlegen. Es schoss mir gleich ein: Tiramisu mit Bananen! Auf die fruchtigen Versionen davon stehe ich ohnehin mehr, als auf die mit Kaffee! Eine Rezeptvorlage suchte ich vergeblich, da entweder alle mit Ei oder sonst aus irgendwelchen Gründen unpassend waren. Die Not macht aber bekanntlich erfinderisch und so war ich sehr gespannt auf mein rezeptfreies Tiramisu...

bananentiramisu (5)

Wisst ihr, was echt wunderbar an dem Rezept ist? Es ist ohne Ei - also vollkommen salmonellenfrei - und im Sommer daher ein super Mitbringsel zur Grillparty beim Nachbarn. Da kann die Kühlkette schon mal für kurze Zeit unterbrochen werden, ohne sich dabei sorgen zu müssen, dass sich irgendwelche Bakterien im Dessert breit machen. Ein Tiramisu ist ja immer ein - vor allem willkommener - Klassiker auf Grillparty's (jaaa, die nächste wird kommen!) und da muss es ja nicht immer das übliche mit Kaffee (und Rum) sein, oder?

Und wisst ihr, was noch? Als das Tiramisu fertig war und ich den ersten Bissen davon genossen habe (ja, es war der reinste Genuss!), fiel mir ein, dass da ja auch Himbeeren wunderbar dazu passen würden! Sie würden nicht nur ein farbliches Highlight abgeben, sondern geschmacklich die ganze Sache gleich nochmal aufpeppen! DAS werde ich mit Sicherheit noch versuchen! (Memo an mich selbst!)

bananentiramisu (2)

Für eine große Form:

- 40 Biskotten
- 250 g Topfen
- 100 g Obers
- 350 g Mascarpone
- 100 g Zucker (nach Bedarf weniger)
- 2 reife Bananen
- etwas Zitronensaft
- etwas Bananensaft, zum Tränken
- Schokoladeraspel, zum Bestreuen

Die Bananen mit dem Zitronensaft pürieren. Obers steif schlagen.

Topfen mit Zucker cremig rühren, danach Mascarpone einrühren und nur so lange rühren, bis alles gut vermengt ist. Die pürierten Bananen einrühren und wieder nur so lange rühren, bis alles gut vermengt ist. Obers mit einer Spachtel unterheben.

Die Biskotten im Bananensaft tränken und in eine Form schichten. Die Hälfte der Creme darauf verteilen, Biskotten wieder tränken und die restliche Creme verstreichen.

Abgedeckt für etwa 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Vor dem Servieren mit Schokoraspel bestreuen.