Samstag, 29. März 2014

[Gastbeitrag] Olivenöl- Schokoladen Cookies

Mein Gastbeitragsmonat neigt sich dem Ende zu, es ist der letzte Samstag im März. Zum Abschluss (zumindest vorerst mal) hat Sandra von from snuggs kitchen einen Gastbeitrag geschrieben und ein außergewöhnliches Rezept mitgebracht. Ihren Blog solltet ihr noch kennen von der Adventswichtelaktion im Winter, die ich unheimlich toll fand. Mir gefiel der Gedanke Fremde zu beschenken und auch eine Kleinigkeit zu bekommen. Was Sandra vor Weihnachten auf die Beine gestellt hat, hat mir also wirklich gefallen.

Aber es ist ja nicht nur das, denn gerne lese ich ihren Blog, schaue mir ihre Brotrezepte an (denn ab und zu backe ich auch selbst eines) und ihren Cookiewahnsinn, dem sie ab und zu erliegt, kann ich absolut nachempfinden! Ihr wisst ja, dass ich der Meinung bin, dass Cookies einfach immer gehen! Umso mehr freut es mich also, dass sie superschokoladige Cookies dabei hat, die nicht so alltäglich sind und meine Neugierde auf jeden Fall geweckt haben!

Liebe Sandra, vielen Dank, dass du bei mir gastgebloggt und mir ein so wunderbares Rezept mitgebracht hast! Damit hast du voll und ganz in mein Schokoladenherz getroffen!

Bild: © from snuggs kitchen

Schon vor einer kleinen Weile fragt mich Viktoria, ob ich bei ihr gastbloggen möchte - sehr gerne doch. Ich schau mir gerne ihre Kitchen Secrets an :)

Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich gerne Brot backe, aber auch hin und wieder kleine Cookie-Back-Wahns habe und so gibt es regelmäßig Cookies, sowohl für die Famile, Freunde und Arbeitskollegen, als auch im Blog für die Leser.

Und mal ehrlich, wer sich im Internet umsieht - die Auswahl an Cookies ist gigantisch. Gerne bin ich in den amerikanischen Blogs unterwegs, dort gibt es eine große Vielfalt an Rezepten. Auch das heutige Rezept habe ich von einem amerikanischen Blog. Bei mir werden die Rezepte immer "eingedeutscht", heißt auf alle Fälle immer der Zucker (stark) reduziert und teilweise auch die Produkte angepasst. Die Cup-Größen werden ebenfalls umgerechnet und angepasst, sodass ihr ohne Probleme die Cookies nachbacken könnt.

Heute habe ich Olivenöl-Schokoladen-Cookies im Gepäck. Sie schmecken sehr schokoladig und je nachdem, welches Olivenöl ihr verwendet, schmeckt ihr auch dieses heraus. Uns haben die Cookies am besten 1-2 Tage nach dem Backen geschmeckt, als sie etwas durchgezogen waren, aber versucht es doch selbst ;)

Olivenöl-Schokoladen-Cookies

Zutaten:
90 gr Olivenöl
90 gr Zucker, braun
2 Eier
75 gr Mehl
80 gr Kakaopulver
1 TL Natron
0,5 TL Meersalz
130 gr Schokolade-Chips
1 TL Vanille-Extrakt

Zubereitung:
Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
In einer Schüssel Olivenöl, Vanilleextrakt und Zucker verrühren, dann die Eier unterrühren. Nun Mehl, Kakao, Salz & Natron vermengen und unterrühren. Zum Schluss die Schokoladendrops kurz unterheben.

Den Teig für 10-15 min. ruhen lassen. Nun mit einem Eisportionierer oder zwei Teelöffeln Kugeln auf die Backbleche verteilen, etwas Abstand lassen. Wer möchte, kann die Kugeln noch etwas flach drücken, dann backen die Cookies gleichmässiger.
Im Ofen die Bleche nacheinander für etwa 10 min. backen, dann herausnehmen und die Cookies kurz auskühlen lassen, dann auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.

Quelle: persnickety plates
Dienstag, 25. März 2014

[Fremdgebloggt] Brandteigkrapfen mit Stracciatellacreme und Erdbeermarmelade

Heute darf ich mal wieder Gast sein und darüber freue mich sehr! Bereits Ende Jänner hat Christina von Tinas' Tausendschön bei Über'n Tellerrand verkündet, dass sie ein Special zu Ostern plant und Blogger/innen sucht, die passend zu diesem Thema frühlingshafte Gastbeiträge schreiben. Seither sitze ich scharrend in den Startlöchern und heute ist es endlich soweit! Hier geht es zu meinem Beitrag! Ihren Blog zu besuchen, ist einfach jeden Klick wert. Ich mag ihre erfrischende Art sehr und ihre liebevollen und perfekt in Szene gesetzten Fotos verursachen regelmäßig einen gesteigerten Speichelfluss in meinem Mund. Aber nicht nur das! Auch ihre ihre wunderbaren DIY- und Dekoideen, die sie gekonnt umsetzt, animieren dazu das eine oder andere Stück mal nachzumachen! Und dann auch noch die Urlaubsfotos... hach, man möchte träumen, schwärmen und am liebsten selbst hinfahren... an genau diese Orte!  

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Wer regelmäßig bei mir mitliest, dem ist es mit Sicherheit nicht entgangen, dass ich gewisse Kalenderereignisse ausgelassen habe. Halloween gehört nicht wirklich zu meinen Lieblingsfeierlichkeiten, das neue Jahr wurde nicht in meiner Backstube bejubelt, es gab keinen rosa-Herzchen-love is in the air-Valentinstagskuchen und auch der es-grünt-so-grün- St. Patrick's Day, der kürzlich stattfand, riss mich überhaupt nicht mit.

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Aber es gibt zwei Anlässe im Jahr, die ich einfach mag. Nein, ich steh richtig drauf! Einer ist - wer hätte es gedacht - Weihnachten. Denn da blühe ich bereits - wie schon öfters erwähnt - im September auf, verfalle in die reinste Glöckchen, Tannenzweige & Weihnachtskeks- Stimmung und träller den halben Tag Weihnachtslieder vor mich hin. Das kann leider nicht jeder nachvollziehen, denn oft ernte ich dafür einfach nur ein Kopfschütteln oder ein Stirnrunzeln. Naja, jeder hat halt so seinen Vogel seine Leidenschaften.

Und dann gibt es da ja noch Ostern. Ich mag auch diese Zeit sehr, denn sie ist so ganz anders als Weihnachten. Die Welt erwacht aus ihrem Winterschlaf, die Lebensgeister kehren zurück, die Natur präsentiert sich schön langsam wieder in ihrer buntesten Farbenpracht und man lässt sich gerne wieder von den Sonnenstrahlen kitzeln. Meine Sonnenbrille habe ich schon wieder herausgekramt und die Gläser poliert, damit ich auch ja fesch bin, wenn ich ganz lässig der Sonne entgegen gehe.

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A propos Sonne... hat sich eure Laune auch schon merklich gesteigert? Auch, wenn das Wetter aktuell nicht mehr mitspielt, aber die letzten Tage luden ja gerade dazu ein die Sommerkleidchen zu entstauben und gemeinsam mit der Sonnenbrille auszuführen. Das einzige Problem an der Sache ist aber, dass sich bei der dünner werdenden Kleidung der Winterspeck deutlich abzeichnet, den wir uns die letzten Monate angefuttert haben. Puh, die Bikinifigur versteckt sich grade noch etwas unter den Röllchen, aber auch die locken wir noch aus ihrem Versteck! Denn die Speisen werden in den nächsten Monaten wieder weniger gehaltvoll, und wenn es mal wieder aufhört zu regnen, dann ist auch die Motivation wieder höher sich mehr draußen als drinnen aufzuhalten zu bewegen. Und mein ewiges Credo ist ja noch immer: Maß und Ziel!

Die heutigen Brandteigkrapfen sind zugegebenermaßen der Bikinifigur auch nicht unbedingt zuträglich, aber der locker luftige Brandteig und die nicht allzu schwere Stracciatellacreme vermitteln nicht das Gefühl zu viel gegessen zu haben. Damit die Waage aber nicht zu stöhnen beginnt, sollte man sich aber dennoch von der luftigen Lockerheit nicht täuschen lassen und deshalb Abstand davon nehmen gleich drei von diesen Dingern auf einmal zu vernaschen.

Und wem dieses frühlingshafte Dessert noch nicht frühlingshaft genug ist, der füllt die Brandteigkrapfen statt der Creme einfach mit Stracciatellaeis! Am Schluss bleibt nur noch eines: Sonnebrille aufsetzen, ab in die Sonne (sofern sie scheint) und eines von diesen süßen (in jeder Hinsicht) Teilchen genießen!

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Wer zum Rezept will, klickt bitte hier.
Samstag, 22. März 2014

[Gastbeitrag] Vanille Sirup

Neuer Samstag, neuer Gastbeitrag. Diesmal ist Stephie von Meine Küchenschlacht zu Gast. Ich mag ihre ehrliche und authentische Art, sie steht zu dem wer sie ist, was sie tut und was sie schreibt. Und spätestens seit ich gelesen habe wie es bei ihr "hinter den Kulissen" zugeht, hat sie mein Herz voll und ganz gewonnen. Sie hat mir gezeigt, dass man nicht das schönste, beste und teuerste Equipment besitzen muss, um tolle Ergebnisse zu erzielen und mich damit sehr ermutigt. Ich habe bloß einen klitzekleinen "Kritikpunkt" (über den ich aber gerne hinwegsehe, hihi), nämlich dass sie nicht so ganz unschuldig daran ist, dass meine Backbuchwunschliste stetig wächst und neuerdings hat sie mich auch auf die Idee einer neuen Backform gebracht. Warum muss sie auch immer die besten Sachen rezensieren? :P

Mitgebracht hat sie einen wunderbaren Vanille Sirup, der - ihr könnt es mir jetzt einfach mal blind glauben - so gut ist, dass ihr nie wieder einen anderen wollt. (Klare Nachmachempfehlung!) Was Stephie allerdings nicht wusste, ich hatte selbst vor einen Vanille Sirup zu machen irgendwann im April oder so.... aber dazu später mehr. Jetzt hat Stephie das Wort:

Liebe Viktoria,

nachdem Du im verganen Jahr bei meinem Event "Summer Feeling" teilgenommen hast, haben wir uns nicht aus den "Augen" verloren. Mal mehr, mal weniger regelmäßig haben wir uns über die Schultern geschaut. Als ich dann im letzten Monat die Einladung bekam einen Gastpost bei Dir zu schreiben, habe ich natürlich freudig zugesagt. Und da bin ich nun und habe Dir und Deinen Lesern was mitgebracht.

Vanille ist in der süßen Küche nicht wegzudenken. Die Schote (ganz genau ist es eine Kapsel) der Orchideengattung Vanilla, zu dieser zählen unterschiedliche Arten, geben ein wundervolles Aroma ab. Die Gewinnung ist sehr zeit- und arbeitsintensiv und daher ist echte Vanille auch etwas hochpreisiger.
Bekannteste sind wohl die Bourbon Vanille, Tahiti- Vanille und Mexikanische Vanille.

Ich selber finde, dass nichts über eine echte, gute Bourbon Vanille aus Madagaskar geht.
Denn diese, so mein Eindruck, ist geschmacklich wie im Geruch wirklich so richtig toll vanillig.

Einige stellen mittlerweile ihren Vanilleextrakt selber her. Dafür werden Vanilleschoten in hochprozentigem, neutralem Alkohol, wie zB. Wodka eingelegt. Aber da ich ganz und gar gegen Alkohol bin, und sei es noch so wenig, wenn Kinder mitessen, möchte ich Euch eine ebenso tolle, sehr vanillige Idee, die ganz ohne Alkohol auskommt, zeigen.

So habt ihr für 5-6 Monate immer eine tolle Essenz zum Verfeinern und Backen.
Und auch zum Verschenken eignet sich der Sirup hübsch verpackt sehr gut.

 Bild: © Meine Küchenschlacht

Zutatenliste

160 g Zucker
200 ml Wasser
2 Vanilleschoten

Gewürzsieb
1 kleines Stück Sternanis, 1 Kardamomkapsel (leicht geöffnet), eine viertel Zimtstange

Zubereitung

Das Gewürzsieb mit den Zutaten befüllen und fest verschließen (es eignet sich auch ein Teefilter).
Wasser, Zucker und aufgeschnittene Vanilleschote zusammen mit dem Sieb in einen Topf geben und zum Kochen bringen.
Nach einer Minute das Gewürzsieb herausnehmen.
Die Gewürze sollen nicht dominieren, sondern den Eigengeschmack der Vanille unterschreichen.

Den Sirup nun weitere 6-7 Minuten köcheln lassen.

In eine luftdicht zu verschließende Flasche füllen und vor dem ersten Gebrauch mind. 48 Stunden durchziehen lassen.
Die Vanilleschote nach den 48 Stunden entfernen.
Wenn Ihr den Sirup verschenken möchtet, lasst sie als Deko solange in der Flasche.

Wir verfeinern unseren Milchreis, Pudding oder auch Müsli damit.
Zum Backen für Cupcake & Co einfach wunderbar.

Ich hoffe, dass es Euch und Dir gefallen hat und wünsche Dir weiterhin viel Freude an den kulinarischen Dingen im Leben,

Eure Stephie
__________

Für einen Foodblogger ist es eines der größten Komplimente, wenn nachgebacken/-gekocht/-gemix wird und das Endergebnis dann auch noch ein voller Erfolg ist! Da ich ja, wie bereits erwähnt, selbst im April (oder so) einen Vanille Sirup machen wollte, Stephie mir das aber nun abgenommen und mich das Rezept so angelacht hat... habe ich das Projekt "Vanille Sirup" kurzerhand vorgezogen und sofort gemacht (und abgesehen davon, ihr Rezept ist eh besser als meines!). Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ein Gastbeitrag der passende Rahmen ist gleich nachzumachen und sofort zu posten, aber ich kann nicht anders.

Liebe Stephie, ich bin dir sehr dankbar für dein wunderbares Rezept. Mit diesem Sirup hast du bei mir voll ins Schwarze getroffen und ich erwische mich schon selbst dabei, wie ich den Sirup nur so löffle... ach, ich gönne mir jetzt noch ein Schlückchen... oder zwei. Also 5 Monate oder gar noch länger hält DER garantiert nicht bei mir! Hier ist zum Abschluss jedenfalls mein Ergebnis:

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Montag, 17. März 2014

Apfel- Zitronen Minigugls

Lang, lang ist's her, als ich von Andrea im Rahmen der Adventswichtelaktion die Silikonform plus Backbuch bekommen habe. Ich fühle mich schon ein bisschen schuldig, weil ich gut 3 Monate gebraucht habe, um endlich mal Minigugls zu backen. Wenn man nämlich von einer Person, die man nicht persönlich kennt so ein tolles Geschenk bekommt mit einem lieben und kurzen Brief dazu, dass dieses Set deshalb in dem Paket drin ist, weil man auf meinem Blog weit und breit keine Minigugls findet und das daher Anlass genug ist mir entsprechende Utensilien zur Verfügung zu stellen (denn jede Bäckerin braucht Minigugls im Repertoire, meint Andrea!), dann habe ich eine gewisse Bringschuld zu erfüllen... finde ich. (Puh, war das ein langer Satz. Seid ihr mitgekommen? )

Die Silikonform fand ihren Platz in der Backformenlade (jawohl, eine Lade, kein Schrank) und kuschelte dort mit all den anderen Backformen, die ich so besitze - naja, mit den meisten. Ein paar sind ausgelagert und fristen ihr Dasein in der Abstellkammer - warum hat man denn auch so viele? Und das Buch reihte sich ganz artig zu den anderen Büchern und stand im farblichen Einklang mit den großen Brüdern und Schwestern allzeit bereit zum Einsatz.

Seit Weihnachten holte ich es mehrmals raus, um darin zu blättern und mich jedes Mal neu zu entscheiden was ich denn als erstes probieren würde. Entschieden habe ich mich letztlich zuerst für die Apfel-Zitronen Variante. Ich sah es als Zeichen. Weil ich ja - wenn es um Backrezepte geht - immer so entscheidungsunfreudig bin und am liebsten immer gleich alles und sofort und gleichzeitig machen möchte. (Aber wer soll das alles dann bitteschön essen?) Als ich aber das letzte Mal darin blätterte, fand ich den Brief von Andrea zwischen zwei Seiten. Wie er dort hinkam, weiß ich nicht, aber die gute Backfee hat ihn dort wahrschreinlich reingeschmuggelt, weil sie mir damit was sagen wollte. Es kann nur so gewesen sein. Meine Augen fielen auf das heutige Rezept und so entschied ich - ohne viel Trara - dass es diese werden sollen.

Schon oft habe ich gehört, bzw. gelesen, dass Minigugls nun echt keine Hexerei sind und sooo einfach und sooo schnell zu machen sind. Nun, dieses Gerücht kann ich nur bestätigen. Zackig ist der Teig gerührt und kaum sind die Dinger im Ofen, müssen sie auch schon wieder raus. Das nenne ich mal eine Blitzbackaktion. Funktioniert quasi im Vorbeigehen! Hm, daran sollte ich vielleicht denken, wenn sich das nächste mal unerwarteter "Liebes, hast du Zeit, ich bin gleich bei dir!"-Besuch ankündigt...

Apfel-Zitrone-Minigugl (2)

Apfel-Zitrone-Minigugl (3)

Aber es war nicht nur die unverschämt rasche Zubereitung, die mich nicht nur völlig erstaunt, sondern auch restlos begeistert hat. Nein, es war auch das Ergebnis, das mich dazu verleitete gleich mehrere von den kleinen Dingern auf einmal zu verspeisen. Die sind ja aber auch so gemein, weil sie so klein sind. Süß, denkt man sich da, so klein und darf schon ein Kuchen sein. Und ehe man sich versieht, hat man davon mehr verdrückt, als man eigentlich wollte... eben, weil sie so klein sind.
Aber was soll man auch machen, wenn sie so herrlich, saftig, fruchtig und erfrischend sind. Hallo Frühling, Auf Wiedersehen Tristesse! Der Winter hat sich eh schon längst verabschiedet (war er überhaupt bei uns?), die ersten Frühlings(vor)boten schießen auch schon regelrecht aus dem Boden und mit diesen kleinen, süßen Miniküchlein macht der Start in den Frühling gleich noch mehr Spaß!

Apfel-Zitrone-Minigugl (4)

Apfel-Zitrone-Minigugl (1.2)

Für 18 Minigugls (aus dem Buch Feine Gugl):

- 1 Ei
- 30 g Zucker
- 30 g weiche Butter
- 1 Prise Salz
- 55 g Mehl
- 25 ml Milch
- 1/2 unbehandelte Zitrone
- 55 g säuerliche Äpfel
- 15 g Mandelsplitter 
(ich hab sie weggelassen)

Die Form einfetten und bemehlen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Zitrone heiß waschen und die Schale abreiben. (Aufpassen, dass der weiße Teil nicht mitgerieben wird, wird sonst bitter!), den Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden.

Ei, Zitronenabrieb, Salz, Zucker und Butter schaumig schlagen. Das Mehl unterheben, danach die Milch. Am Schluss die Apfelstücke unterheben.

Den Teig mit einem Teelöffel gleichmäßig auf die einzelnen Förmchen verteilen und auf mittlerer Schiene etwa 14 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Nach der Backzeit die Minigugls etwa 5 Minuten in der Silikonbackform auskühlen lassen, danach herauslösen.

Nach Belieben noch mit Zucker bestreuen... oder einfach pur genießen.
Freitag, 14. März 2014

[Gastbeitrag] Apple Pies aus der Muffinform

Ich weiß, ich weiß... ich habe gesagt, dass es an den Samstagen jeweils einen Gastbeitrag geben wird. Aber heute mache ich für Steffi von der Zuckerwerkstatt eine Ausnahme. Warum? Das wird sie euch später noch erklären.

Ihren Blog mag ich deshalb so, weil ich oft über die Geschichten schmunzeln muss (und dabei zustimmend nicke), ich viel Verständnis habe für Backanleitungen für Dummies (und wieder nicke) und sie mich außerdem dazu verleitet hat eine To-Bake Liste zu veröffentlichen, die mir schon länger im Kopf herum schwirrte...
Und die nerdigsten Flash Cupcakes, die ich je gesehen habe in meinem Leben, führten letztlich dazu, dass ich so richtig verliebt bin in ihren Blog... ich schwöre, die mache ich irgendwann nach!

Liebe Steffi, ich freue mich sehr, dass du heute bei mir zu Gast bist, ich von dir sogar eine Geburtstagskerze bekommen habe und danke dir für deine lieben Worte!

Bild: © Zuckerwerkstatt
 
Ich freue mich, dass ich heute einen Gastpost für Viktoria schreiben darf. Ich lese ihren Blog sehr gerne, denn ich mag die persönlichen Geschichten und Einblicke, die mit jedem Beitrag veröffentlicht werden. Alles Liebe zum ersten Blog-Geburtstag! :-)

Ich selbst blogge in der Zuckerwerkstatt über Torten, Kuchen und Cupcakes. Im echten Leben bin ich Software-Entwicklerin und habe ein Faible für alles Nerdige - z.B. für Computerspiele und Science Fiction-Serien. Wenn ich diese Vorliebe dann auch noch beim Backen ausleben kann, bin ich glücklich.

Deshalb gibt es heute eine Anleitung für Mini Pies aus der Muffin-Form. Warum? Es ist PI DAY - der offizielle Tag zur Feier der Zahl Pi. Der findet jedes Jahr am 14.03. statt, da die amerikanische Datums-Schreibweise (3.14) dem Anfang von Pi entspricht. Und nerdige Bäcker und Bäckerinnen nehmen das jedes Jahr zum Anlass, leckere Pies zu backen!

Mein Experiment dazu ist nicht so richtig geglückt - ich schreibe euch meine Erfahrungen aber gerne auf, denn dann müsst ihr meine Fehler nicht wiederholen, falls ihr die Mini-Pies ausprobieren möchtet! ;-)

Ein wirklich tolles Rezept für Apple Pie in eine großen Pie-Form habe ich schon einmal hier gepostet. Den Teig kann ich wirklich sehr empfehlen. Nehmt euch die Zeit und macht den Mürbeteig - und macht es nicht wie ich diesmal und nehmt aus Zeitmangel fertigen Blätterteig. Der ist zwar auch sehr lecker, lässt sich aber kaum aus der Form lösen, ohne dass die Pies zerbrechen und die Form danach aussieht wie Hölle.

Ansonsten lassen sich die Leckereien ganz einfach herstellen: Wenn ihr den Teig fertig habt, stecht ihr mit einem runden Ausstecher Kreise aus und legt damit die Mulden eines Muffin-Blechs aus.

Bild: © Zuckerwerkstatt

Für die Füllung schält ihr 2 große, säuerliche Äpfel, entkernt sie und schneidet sie in kleine Stücke. Vermischt sie in einer Schüssel mit 2 EL Zitronensaft, 2 EL Mehl, 100g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker, viel Zimt, etwas Muskat und etwas Piment. Ihr könnt natürlich auch Kirschen, Birnen oder etwas anderes nehmen! Füllt dann die Mischung in die Teig-Förmchen.

Bild: © Zuckerwerkstatt

Für die Oberseiten benötigt ihr einen etwas kleineren Ausstecher. In die Teig-Kreise könnt ihr dann z.B. Muster ausstechen oder sie zu einem Gitter legen. Wichtig ist nur, dass es keine ganz geschlossenen Kreise sind, sondern während dem Backen irgendwo Luft austreten kann.

Bild: © Zuckerwerkstatt

Seht ihr den braunen Überzug im Bild unten links? Ich dachte: Super, Apfel und Zimt, da könnte man ja noch etwas Karamellsoße dazu geben, das passt doch gut.
Das war mal eine echt schlechte Idee. Das Karamell hat im Ofen gekocht, ist aus den Pies herausgeblubbert und hat eine unglaublich dicke und feste Kruste auf der Form hinterlassen, die ich bis jetzt nicht wieder herunterbekommen habe!




Belasst es also lieber bei der Füllung ohne Karamell, stellt euren Ofen auf 200° Umluft an und schiebt die Mini-Pies für 25 Minuten hinein. Nach 15 Minuten habe ich das Blech mit etwas Alufolie abgedeckt, damit der Blätterteig nicht zu dunkel wird, die Äpfel aber noch schön zerkochen.

Guten Appetit, Happy Pi Day, und herzliche Grüße aus der Zuckerwerkstatt! :-)

Dienstag, 11. März 2014

Vanille Pralinen

Puuuh, die letzte Woche war echt hart. Ich bin von Pontius nach Pilatius gepilgert und ich war mir die ganze Woche nicht wirklich sicher, ob ich arbeite und zwischendurch andere Termine habe, oder ob ich Termine habe und zwischendurch arbeite. Und dann hat es mich auch noch erwischt. Eiskalt. Bisher konnte ich der Erkältungswelle ganz gut ausweichen. Wahrscheinlich verpasste sie mich immer nur knapp, weil ich immer so viel unterwegs war und sie sah mich immer nur von hinten, aber irgendwann... da traf sie mich doch... so richtig gemein und so richtig "in your face!" mit dem ganzen Programm. Husten - hauptsächlich mitten in der Nacht. Schnupfen. Signifikant gesteigerter Taschentuchverbrauch. Halsweh. Schlaflose Nächte. Augenringe. Kopfschmerzen. Yeah... Und vor allem aber - und das traf mich echt am meisten - chronische Unlust. KEINE Lust aufs Bloggen! Könnt ihr euch das vorstellen? ICH hatte keine Lust darauf auch nur einen Strich zu setzen.

Selbst meine Freundin war vollkommen überrascht, als ich ihr sagte, dass ich mich derzeit so schlapp fühle, dass ich nicht mal Lust aufs Bloggen habe. "Was? DU? Das kann nicht sein!" war ihre Antwort...
Aber eine Sache darf man ja nie vergessen: am anderen Ende der Leitung sitzt ein Mensch aus Fleisch und Blut (also ich), der nicht immer gute Tage haben kann. Aber neue Woche, neues Glück? Ich denke schon. Auf jeden Fall! Denn ich habe wieder Kraft, Energie und Lust... und Vanille Pralinen. 

Bereits vor einiger Zeit habe ich meinem Schokodealer einen Besuch abgestattet, der mich einfach schon kennt. Hole ich bestellte Artikel bei ihm ab, muss ich nie meinen Namen sagen, denn er weiß immer sofort Bescheid. Liegt es an der Häufigkeit meiner Bestellungen? Ich schätze, dass der Grund für meine Bekanntheit einen ganz anderen Ursprung hat...

Dass ich eine kleine Plaudertasche bin, kann ich wohl angesichts der Länge einiger Blogeinträge nicht leugnen. Wer mich kennt, weiß, dass ich manchmal unaufhörlich rede wie eine Aufziehpuppe und manch einer fragt sich zwischendurch, ob ich denn auch mal atme zwischen den Sätzen.(Zur Beruhigung: ja, das tue ich!)

Als ich begann mich mit der Herstellung von Pralinen zu beschäftigen und ich auf den Shop aufmerksam wurde, hatte ich das Gefühl, dass ich den Jackpot geknackt habe. Es war nicht nur ein Laden, der mir die Kuvertüre liefern sollte, die ich wollte... Nein! Es werden auch Pralinenkurse angeboten! Super! Jemand, der Pralinenkurse anbietet, muss wohl Ahnung haben.

Zwar recherchierte ich bereits Wochen zuvor über die Herstellung, Equipment, diverse Techniken, Rezepte, etc... - ich will schließlich gut vorbereitet sein - und fand heraus, dass es keine große Wissenschaft ist, man braucht lediglich ein bisschen Zeit, Übung und etwas Fingerspitzengefühl. Aber irgendwie schwirrten in meinem Kopf tausende Fragen herum, die mir keine Seite dieser Welt des Internets beantworten konnte. Wo sollte ich jetzt bloß meine Fragen loswerden? Irgendjemand musste doch des Rätsels Lösung kennen! Dann fand ich im Internet besagten Shop, war glücklich, bestellte Kuvertüre und anderes Equipment und marschierte wenige Tage später ein, um meine Bestellung abzuholen und bombardierte den Mann, der da im Laden stand mit meinen Fragen, die ihn trafen wie Torpedos. Ob er überhaupt die richtige Ansprechperson dafür war, habe ich mir damals nicht überlegt. Er war da. Er gab mir meine bestellten Artikel. Er musste wohl der Guru sein, der die Antworten auf meine Fragen kannte. An mehr dachte ich, ehrlich gesagt, nicht.

Völlig überfordert mit dem Wortschwall, der da aus meinem Mund kam, stand er mit weit aufgerissenen Augen vor mir und wusste wohl nicht so recht auf welche Frage - und ob überhaupt - er als erstes reagieren sollte. Nachdem er einige Sekunden Zeit hatte die Flut an Fragen halbwegs zu verdauen, sammelte er sich wieder, räusperte sich kurz und gab mir eine Antwort auf die meisten meiner Fragen. Ja, ich bekam sogar einen Kaffee aufs Haus! DAS nenne ich mal Service! Am Ende haben wir den halben Nachmittag geplaudert, ich fühlte mich perfekt geschult in Sachen Pralinenherstellung und dachte, dass nun nichts mehr schief gehen kann...(dass alles anders kam, sollte ich bald merken, aber das ist eine andere Geschichte)

Tja, mit meiner plaudertaschenhaften Art, die ihn scheinbar wie ein Panzer überrollt hat, habe ich wohl genug Eindruck hinterlassen, dass er mich nie wieder vergisst und daher immer genauestens über meine Bestellungen Bescheid weiß...

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Bestellt habe ich diesmal (u.a.) Hohlkörper in Tassenform, die gleich mehrere Vorteile haben. Erstens sehen sie sehr witzig aus. Pralinen in Tassenform sind nicht so alltäglich und man hat damit die Neugier auf jeden Fall auf seiner Seite. Bereits zu Weihnachten vor zwei Jahren habe ich diese Tassenformen bestellt und festgestellt, dass der zweite große Vorteil darin liegt, dass sie nicht mehr überzogen werden müssen. Die Öffnung muss lediglich mit - vorzugsweise weißer - Kuvertüre verschlossen werden und schon hat man aus Pralinen einen echten Hingucker gemacht!

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Die Füllung für die Pralinen habe ich aus dem Buch Meisterhafte Pralinen & mehr: Die perfekte Harmonie, das ich mir zu Beginn meiner "Pattisseriekarriere" gekauft habe. Besonders visuellen Lesern, die viel Wert legen auf Fotos, rate ich sich dieses Buch genau zu überlegen, da nur zu wenigen Rezepten auch ein Bild vorhanden ist.
Mich persönlich stört das nicht so sehr, denn ich finde in erster Linie die Rezepte sehr ansprechend und qualitativ hochwertig und ganz ehrlich... es weiß doch jeder wie Pralinen aussehen, oder?

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Für etwa 30 Stück:

- 30 Pralinenhohlkörper
- 1 Vanilleschote
- 100 g Obers
- 25 g Butter
- 20 g Glukosesirup
- 100 g weiße Kuvertüre, 
plus noch extra 50 g Kuvertüre zum Verschließen

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Obers, Butter, Glukose, das Mark der Vanille und die Schote in einen Topf geben und aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Schote wieder entfernen.

Die Kuvertüre grob hacken, in die Obersmischung geben und rühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Abkühlen lassen.

Die Füllung entweder in eine Dosierflasche oder in einen Spritzbeutel füllen (und die Spitze abschneiden) und in die Hohlkörper füllen. Etwa 2 bis 3 mm Abstand zum Rand lassen.

Die gefüllten Pralinen für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sich eine leichte Haut auf der Oberfläche gebildet hat.

Die restliche Kuvertüre schmelzen, in einen Spritzbeutel füllen (eine kleine Spitze abschneiden) und die Öffnung verschließen.

[Wer keine Tassenhohlkörper verwendet, sondern Kugeln, überzieht die Kugeln danach noch mit weißer Kuvertüre. Dazu verfahren wie hier schon mal beschrieben.]
Samstag, 8. März 2014

[Gastbeitrag] Bratäpfel

Ich öffne heute meine Pforten zum ersten Mal. Die erste Gastbloggerin hier auf Viktoria's [Kitchen] Secrets. Ich bin ganz nervös....huiii....
Vielleicht kennt ihr sie ja bereits. Zumindest einmal sollte euch ihr Name schon untergekommen sein, denn in der Vorweihnachtszeit war ich bei ihr zu Gast und die nächste Einladung steht schon, zu der ich mit Sicherheit nicht nein sagen werde! Jedenfalls freue ich mich irrsinnig, dass sie heute bei mir zu Gast ist und jetzt bin ich auch schon still und verzieh mich... Bühne frei:

Hallo, Ihr Lieben, mein Name ist Andrea und mir gehört der Blog foods made with love <3 Ich darf Euch heute eins meiner Rezepte vorstellen….

Als die liebe Viktoria mich fragte, ob ich gerne einen Gastbeitrag zu Ihrem Bloggeburtstag schreiben möchte, habe ich natürlich direkt ja gesagt… Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf und fühle mich sehr geehrt <3

Ich habe für Euch ein Bratapfel Rezept :) Es ist vor einer Weile in meiner Küche entstanden, als ich unbedingt meine Äpfel aufbrauchen wollte. :) Die Zutaten habe ich einfach irgendwie zusammen geschmissen… auch wenns im Web ja zahlreiche auch sehr lecker klingende Rezepte gibt… aaaaaaber meistens hat man die Zutaten nicht da ooooooder man ist wie ich und experimentiert gerne rum :-P

Was soll ich sagen? Es schmeckte toll und mein Papa liebte sie :) 

Nun aber zu meinem Rezept :) 

gebackene (Brat-) Äpfel 

Bild: © foods made with love

 Zutaten:

5 Äpfel/ Braeburn (unsere Lieblingssorte)
2 EL Rosinen
50 g Marzipanrohmasse in kleine Würfel geschnitten
1 Hand voll gebrannte Mandeln (es können auch normale Mandeln sein)
gehackt
1 El Honig
etwas Vanilleschote (ich hab die Vanillemühle und davon hab ich 3 bis 4 Dreher
genommen)
Zimt
1/8 l (125ml) O-Saft
Butter für die Form und Äpfel

Zubereitung:
Bild: © foods made with love
Rosinen im O-Saft einweichen, Honig, Mandeln, Marzipan und Vanille miteinander vermischen.
Auflaufform einfetten.

Äpfel waschen, Deckel abschneiden (zur Seite legen) und mit einem
Melonenausstecher (Kugelausstecher - schaut aus wie ein kleiner Kaffeelöffel)
ausstechen (aber bitte nicht bis zum Boden da sonst die Füllung ausläuft - das
Ausgestochene bekommt immer mein Kaninchen) es sollte noch ein dicker
Rand bleiben....

Rosinen zur Honigmasse geben und den Saft in die Form gießen.
Äpfel befüllen, mit etwas Zimt und kleinen Butterspitzen "würzen",
Apfeldeckel wieder drauf und bei 160 Grad Heißluft ca 30 min backen. In der
Regel sind die Äpfel fertig, wenn die Haut platzt.

Lasst es euch schmecken und viel Spass beim nachmachen :)

Liebe Viktoria ich wünsche Dir zu deinem Bloggeburtstag alles Liebe und Gute :) ich hoffe, dass du weiterhin bloggst und auch vieeeeeeleee weitere
Geburtstage feiern wirst :) im nächsten Jahr bin ich gerne wieder dabei und
Deine Einladung für meinen nächsten Adventskalender steht hiermit auch
schon ;-)

Einen schönen Tag wünscht Euch
Andrea…

Wenn ihr Lust habt folgt mir doch einfach bei Facebook

Samstag, 1. März 2014

Schoko Amarena Kirsch Minicupcakes - der 1. Geburtstag und ein paar Gedanken zum Thema Bloggen

Echt jetzt? Schon ein ganzes Jahr? Irre... Könnt ihr euch vorstellen, dass ich vor genau einem Jahr meinen ersten Beitrag geschrieben habe? Ich nicht! :D Zwar waren es nur ein paar Worte, dass ich von nun an blogge, aber das war die Geburtsstunde. Damals hatte ich keine Ahnung was es mit dem Bloggen wirklich auf sich hat. Meiner Ansicht nach war es nur ein bisschen schreiben, ein bisschen fotografieren, basta. Tja, weit gefehlt... sehr weit gefehlt.

Seitdem bin ich mit meinem Blog "umgezogen", habe viel gelernt und erkannt, dass es damit alleine nicht getan ist. Zu Beginn verfolgte ich eine paar Blogs, die man auf einer Hand abzählen konnte und die ich als Bookmarks abgespeichert habe. Jede Woche (meist war es sonntags) stattete ich jedem Blog einen Besuch hab, um die neuesten Rezepte zu lesen. Wenn man wirklich nur wenige Blogs verfolgt, dann klappt das mit den Lesezeichen ganz gut, es bleibt übersichtlich und die Welt ist in Ordnung. Tja, wenn da nicht diese unglaubliche Vielzahl an Foodblogs (ich wusste damals wirklich nicht, dass es SO viele gibt!) und diese unstillbare Neugierde wäre, würde ich wohl noch heute all meine Lieblingsblogs als Bookmark abspeichern. Aber ihr wisst ja wie das mit dem Wörtchen wenn immer so ist...
Denn sehr schnell klickte ich mich von einem Blog zum nächsten und konnte nicht mehr aufhören. Mittlerweile verfolge ich echt sehr viele Blogs (auch Kochblogs, denn schließlich kann ich ja nicht nur von Kuchen&Co. leben), die ich nun anders verwalte(n kann) und nicht mehr als Lesezeichen abspeicher(n muss).

Böse Zungen behaupten ja, dass der Foodblogbereich schon vollkommen übersättigt ist. Ich sehe das allerdings ein bisschen anders. Dass es zwar viele Foodblogs gibt, ist nicht zu übersehen, aber was ist verkehrt daran? Darf es denn nur eine bestimmte Anzahl an Blogs im Netz geben? Im letzten Jahr habe ich beobachtet wie täglich/wöchentlich/monatlich aus den verschiedensten Motiven heraus neue Blogs gestartet werden. Aber genauso habe ich bemerkt, dass auf Blogs plötzlich Totenstille herrscht, die vor einem Jahr noch sehr aktiv betrieben wurden. Ich weiß gar nicht, wie lange mir das Bloggen noch Spaß macht. Habe ich in einem Jahr keine Freude mehr daran, dann war es eben ein Hobby, das ich gerne betrieben habe, mich davon aber ohne schlechtem Gewissen verabschieden kann. Habe ich in fünf Jahren noch Freude daran, dann schreibe ich eben auch noch in fünf Jahren Geschichten nieder aus meinem Alltag und lasse jeden, der will daran teilhaben. Bloggen soll ja Spaß machen und keinen Zwang ausüben etwas leisten zu müssen!

Meinen Blog betrachte ich als Vergnügen und mittlerweile auch als Hobby. Ich mache es in meiner Freizeit, verdiene damit nicht mein Geld und wenn ich mal keine Lust habe, dann lasse ich es eben bleiben. (Für solche Situationen habe ich dann ein oder zwei Beiträge in petto, die ich posten kann, wenn ich mal eine Backpause einlege.) Natürlich ist es auch so, dass ich Geld reinstecke - nicht nur für Zutaten, sondern auch für Deko und so weiter. Allerdings versuche ich die Kosten dafür im Rahmen zu halten. Leider besitze ich keinen Goldesel, der mir einfach so mal ein paar Münzen ausspuckt, wenn ich sie brauche und Daddy's Girl bin ich auch nicht. Ich arbeite - so wie jeder andere auch - hart für mein Geld und kann es nicht beim Fenster rauswerfen. Ich neige daher nicht dazu Teller zu kaufen in allen Farben, dafür nur einen pro Serie, NUR damit ich möglichst nichts mehrmals verwenden muss - ganz abgesehen davon, so viel Platz hätte ich zu Hause gar nicht, um das alles zu verstauen! Also mal ganz ehrlich... wo liegt das Problem einen Teller öfters zu verwenden und mit einem Gebäck abzulichten? Oder kauft ihr euch für jeden Besuch der Verwandtschaft ein neues Service, nur um nicht immer dasselbe zu verwenden? Meine Teller sind immer weiß, von IKEA und waren günstig. Na und?
Ich hab nämlich keinen Stress damit Teller und mehrmals zu verwenden. Was heißt mehrmals... IMMER! Weil ich hab ja nur diese in meinem Schrank! Gleiches gilt übrigens auch für Hintergründe... 

Wie gesagt, es ist für mich ein Hobby. Ich bin keine Meisterkonditorin, geschweige denn eine Profifotografin. Ich besitze - Achtung! Geständnis - keine Spiegelreflexkamera und muss im Bereich Fotografie noch einiges lernen. Diese Tatsache stresst mich allerdings genauso wenig wie der Fakt, dass ich nicht 100.000 Teller in 100.00 Farben zu Hause habe. Es wäre natürlich gelogen, wenn ich sage, dass ich nicht gerne eine Spiegelreflexkamera hätte. Aber mein Budget reicht nicht aus dafür und ich habe in meinem Leben andere Prioritäten gesetzt!

Fotos mache ich nach bestem Wissen und Gewissen und so wie sie mir gefallen. Shabby chic und wie die Trends auch alle heißen mögen, sind nicht so mein Stil und vor zu viel Deko schrecke ich auch ein wenig zurück. Ebenso kann ich leider nur wenig anfangen mit paper straws und masking tapes und Pompons. Ich sage nicht, dass diese Trends/Dinge hässlich sind (ganz und gar nicht!), ich meine damit bloß, dass sie nicht zu mir passen! So kommen meine Fotos zwar oft sehr reduziert rüber, aber das bin nunmal ich - getreu dem Motto: weniger ist mehr. Zu viel Klimbim lenkt mich einfach zu sehr ab. Manchmal sehe ich Fotos, auf denen ich mich frage, worum es denn eigentlich jetzt geht - um das Gebäck, oder doch um die Tortenplatte mit dem Tortenheber und den Servietten und das Tischtuch und überhaupt um den ganzen Tisch... Eher (nicht immer, aber meistens) minimalistische Fotos sind zwar typisch für mich, aber zeichnet das nicht jeden von uns aus? Dass man irgendetwas hat, was typisch für einen ist?! Geschmäcker sind ja - wie wir bereits alle wissen - verschieden... und das ist auch gut so!

Und wenn ich schon beim Thema Geschmack bin... ich bin nicht hier um das Rad neu zu erfinden. Einen Pudding zu kochen, ist echt keine Weltneuheit und wird auch niemanden mehr vom Hocker schmeissen. Genauso wenig birgt ein Cheesecake oder ein Heidelbeermuffin besonders große Überraschungen. Es war alles irgendwann schon mal da, wir haben vieles schon mal gegessen und wollen vieles mehrmals essen. Kaum ein Foodblogger tanzt regelmäßig mit den neuesten und innovativsten Ideen an. Nein, vielmehr sind es die Abwandlungen, mit denen man bereits vorhandenen Rezepten einen persönlichen Touch verleihen kann. Ich finde das nicht schlimm. Wenn es schon 100 Rezepte für beispielsweise einen Bananenkuchen auf Blogs gibt, dann wird das wohl schon seine Gründe haben. Allen voran wahrscheinlich der Grund, dass er einfach gut schmeckt. Und wenn er mir auch schmeckt? Warum soll ich ihn dann nicht auch machen? Dann bin ich zwar die 101. Bloggerin, die ein Rezept für Bananenkuchen bringt, aber es ist ja auch mein Blog und daher meine Entscheidung was auf den Tisch kommt und somit hier erscheint... (in den meisten Fällen jedenfalls, hihi).

Wer also meine Entscheidung über Fotos und Rezepte nicht teilt oder nicht mag, der muss sich ja nicht gezwungen fühlen meine Beiträge zu lesen. Nicht, dass ich hier jemanden vergraulen möchte, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass ich mit jedem Foto und/oder mit jedem Rezept den Geschmack von allen zu 100% treffe! (Denn schließlich mag ich auch nicht alle Blogs!) Über Lob freut man sich ja immer - logo - aber mit Kritik muss man auch umgehen können. Wenn es also jemanden gibt, dem mein Blog nicht zusagt, dann reisst mich das nicht in ein tiefes Loch der Depression, weil ich weiß, dass es andere gibt, die meine Geschichten und Rezepte gerne lesen.

Eine Sache, die ich noch gelernt habe, ist, dass ein Blog eine wunderbare Möglichkeit ist Kontakte zu knüpfen. Zwar war ich noch nie auf einem Bloggertreffen (mein Beruf macht das oft unmöglich... oder ich war einfach zu langsam) und kenne leider auch keine einzige Person persönlich, die hinter einem Blog steht, aber vielleicht kann ich das ja eines Tages ändern. Denn eine Sache verbindet uns ja alle: die Liebe stundenlang in der Küche zu stehen, uns manchmal zu ärgern, verzweifelt zu sein, missratene Dinge in den Müll zu pfeffern, nochmal von vorne zu beginnen und am Ende mit vielen Komplimenten belohnt zu werden, weil man es letztlich doch wieder geschafft hat wunderbares zu zaubern. Ich sehe diese Kontakte als gegenseitige Stütze, wenn mal was schief geht, man Fragen zu einem Rezept oder zu Fotos hat, wenn man gerne wissen möchte wo man bestimmte Dekorationsgegenstände gekauft hat (oder Keksdosen, gell), oder, oder, oder... Technische Schwierigkeiten mit dem Blog, Probleme beim Fotografieren, Schreibblockaden oder misslungene Rezepte sind nur einige Stichwörter, die niemand sonst so gut versteht wie ein anderer Blogger, den man mal anraunzen kann in einer schlechten Phase.

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So, jetzt aber genug der Moralpredigt, denn "heit wird g'feiert, dass die Funk'n spritz'n!" wie der Herr Sackbauer zu Silvester zu sagen pflegt. Ich hatte nicht besonders Lust ein Blogevent auszurichten. Dafür fehlt mir wohl einfach die Lust/die Zeit/die Geduld/weitere Attribute beliebig einsetzbar. Stattdessen habe ich mir überlegt den Monat März zum Gastbeitragsmonat zu erklären. Jeden Samstag - außer heute, logo - im März (also am 8., 15., 22. und 29.) gibt es einen Gastbeitrag von Bloggerinnen, die sich mit mir über meinen 1. Bloggeburtstag freuen und wunderbare Süßigkeiten mitgebracht haben. Ihr dürft also gespannt sein!

Bevor es allerdings so weit ist, bejuble ich meinen Blog selbst mit Schoko Amarena Kirsch Minicupcakes (ja, die Minis habens mir wohl angetan!). Diesmal habe ich mich an eine Swiss Meringue Buttercreme rangetraut. Inspiriert wurde ich dabei von chocolateandonions. Gebastelt am Rezept habe ich diesmal nicht, bloß ein paar Sachen weggelassen (die Kirschen im Teig und die Lebensmittelfarbe im Frosting).

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Gelesen habe ich ja schon so oft davon, auf Blogs, in Backbüchern, in Zeitschriften. In den Backbüchern und Zeitschriften wird allerdings nie-nie-niemals auch nur mit einem Wort erwähnt, dass diese Buttercreme eine echte Diva ist und man beim Rühren kurz davor ist völlig die Nerven zu verlieren, da sich die Butter und die Meringue zunächst erstmal gar nicht verbinden, alles aussieht wie ein großer durchgekauter und wieder ausgespuckter Haufen und man einfach nur ein bisschen Geduld braucht. Zart besaitete Menschen sollten sich also vorher gut überlegen, ob sie damit wirklich ihren Cupcakes im wahrsten Sinn das Häubchen aufsetzen möchten! Blogger, die damit schon so ihre Erfahrungen gemacht haben, berichten Gott sei Dank immer davon. Ich war also gefasst. Gewappnet. Mental darauf vorbereitet. Gespannt fing ich an zu rühren. Erst Eiweiß mit Zucker, danach die Butter. Und obwohl ich - meiner bescheidenen Meinung nach - schwer auf den Anblick, der sich mir bieten sollte vorbereitet war, setzte mein Herz für einen kurzen Moment aus. Oh! mein! Gott! WTF soll das sein? Ich schwöre euch, das sah nicht nur aus wie durchgekaut und wieder ausgespuckt, das wirkte noch viel schlimmer! Ich musste mich kurz setzen. An dieser Stelle macht sich übrigens eine Küchenmaschine bezahlt! Der zweite Blick in die Schüssel gab dann Gott sei Dank Entwarnung und es trat der versprochene Effekt ein: der Herzrhythmus normalisierte sich wieder und alle Komponenten haben sich zu einer homogenen Masse verbunden. Yes!

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Für die Cupcakes:
(24 Minis oder 12 "normale")

- 65 g Zucker
- 2 Eier
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Backpulver
- 60 g Mehl, Type 405
- 85 g Butter
- 165 g Zartbitterschokolade

Für das Frosting:

- 2 große Eiweiß
- 160 g Zucker
- 120 g Butter, in Stückchen und sehr weich
- 4 EL Amarenakirschensirup (aus dem Glas)

- Amarenakirschen für die Deko (aus dem Glas)


Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen oder einfetten und bemehlen.

Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen.  Butter und Schokolade in einem kleinen Topf bei geringer Hitze schmelzen. Öfters umrühren, danach zum Abkühlen auf die Seite stellen.

Eier und Zucker mit dem Handmixer cremig aufschlagen. Danach die Schoko-Butter-Mischung und im Anschluss das Mehl unterrühren.

Den Teig zu je etwa 2/3 in die Mulden füllen und auf mittlerer Schiene circa 15 Minuten backen. Vorsichtshalber die Stäbchenprobe bereits nach 10 Minuten machen!
Nach dem Backen vollständig auskühlen lassen.

Für das Frosting zunächst Eiweiß und Zucker in eine feuerfeste Schüssel geben und auf ein Wasserbad setzen. Das Wasser sollte nicht kochen! Eiweiß und Zucker nun schlagen, bis sich feste Spitzen bilden und sich der Zucker ganz aufgelöst hat. (Das kann schon mal 5 Minuten dauern.) Danach vom Wasserbad nehmen und weiterschlagen. Die Geschwindigkeit vom Mixer reduzieren und die weiche Butter nun hinzufügen. Nun heißt es Ruhe bewahren und bitte nicht ausflippen: zunächst verbindet sich die Butter gar nicht mit der Meringue, aber einfach weiterschlagen! Es verbindet sich alles miteinander! Versprochen!

Danach noch den Amarenasirup hinzufügen und kurz weiterschlagen, bis alles gut vermischt ist.
Das Frosting nun in einen Spitzbeutel füllen und mit einer Tülle nach Wahl kleine Häubchen auf die Cupcakes setzen.

Jeweils eine Amarenakirsche auf die Cupcakes setzen und nach Lust und Laune noch weiter dekorieren.
Bis zum Servieren kühl stellen.

Nur noch ein kleiner Hinweis: die Swiss Meringue Buttercreme wird im Kühlschrank sehr fest.