Freitag, 27. Juni 2014

Vanillemoussetorte mit Himbeeren - Happy Birthday, Viktoria

"Ich feier meinen Geburtstag" hatte ich vor einiger Zeit in meiner Statistik bei den Suchbegriffen stehen. Darüber musste wirklich SEHR schmunzeln, denn wisst ihr was? Das mache ich nämlich auch! Und zwar den ganzen Tag! Vielleicht liegt es an meiner Erziehung, denn meine Mama hat mir beigebracht, dass Geburtstage schön sind, man sich feiern lassen darf den ganzen Tag, alle Glückwünsche mit offenen Armen empfängt und überhaupt die princess of the day ist.

Gerne denke ich dabei an meinen 5. Geburtstag zurück, als ich zum ersten Mal so richtig begriffen habe was mir meine Mutter zuvor gepredigt hat. An diesem Tage habe ich ein Kleid getragen (das ich, wenn mich nicht alles täuscht auch zur Einschulung getragen habe, aber da muss ich nochmal nachfragen), das jeden Regenboden in den Schatten gestellt hat, so bunt war es und dazu einen Hut, der natürlich aber sowas von perfekt zum Kleid gepasst hat. Gebacken hat mir meine Mama damals eine Sachertorte in Form eines Zuges. Es war Sachertorte mit einer extradicken Schicht Schokoglasur überzogen und dekoriert mit Smarties! Diese Torte war der Kindertraum schlechthin! Death by chocolate! Und auf jedem Wagon war eine Geburtstagskerze! Selbstverständlich habe ich darauf bestanden die Lokomotive zu essen, die anderen Kinder durften nur von den Wagons naschen. Dabei hatte ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen! Ja ja, so ein Rotzlöffel eine Oberprinzessin war ich bereits im Kindesalter! :D Aber ich hatte ja auch einen guten Grund: Geburtstag!

Damals war ich 5 Jahre alt... heute bin ich 28. Deswegen bin ich nicht unbedingt einsichtiger in dieser Hinsicht... aber wen kümmert das schon? Mich jedenfalls nicht!

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Seit meinem letzten Geburtstag ist nun wieder ein Jahr vergangen. Im Klartext: ich habe wieder Geburtstag! JUHUUU!
Am liebsten wäre ich wie Lily Aldrin in How I Met Your Mother, die um Punkt Mitternacht aufhüpft, um zu brüllen "ICH HABE GEBUUUURTSTAG!", dabei schon fast rundherum grinst, die Arme wegstreckt und dann von ihrem Marshall eine Krone bekommt! Ja, so will ich sein. Ich gebe es zu.
Aber ich finde Geburtstage wichtig! Das Leben ist zu kostbar, um es mit Trübsal zu vergeuden. Ich bin glücklich und das ist gut so! Natürlich scheint in meinem Leben nicht an 365 Tagen im Jahr die Sonne, aber Rückschläge gehören dazu, man muss nur wissen wie man sie anpackt. ;)

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Moralpredigtmodus on. Und den Geburtstagsmuffeln unter euch, die behaupten, dass es ein Tag wieder andere sei, denen sei an dieser Stelle folgendes gesagt: so ist es eben nicht! Es ist ein besonderer Tag! Nämlich der Tag, an dem man vor x-Jahren (Alter bitte einsetzen) zur Welt gekommen ist und sich alles nur noch um einen selbst gedreht hat. Und daran darf man ruhig Jahr für Jahr sein gesamtes Umfeld erinnern, dass man vor x-Jahren (bitte wieder Alter einsetzen) der Mittelpunkt der Welt war. Warum also sollte sich an diesem einen Tag im Jahr etwas daran ändern?

Ich genieße jeden Tag, an dem mir Gutes widerfährt - und sei es noch so eine Kleinigkeit - denn das Leben bietet genug Schattenseiten. Ich bin mir selbst wichtig genug, dass ich mich selbst verwöhne und beschenke. Warum auch nicht? Schließlich habe ich es ja auch verdient! Aber nicht nur ich, sondern jeder einzelne von uns! Moralpredigtmodus off.

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Und was gehört neben Geburtstagsgeschenken noch dazu? Richtig! Eine Geburtstagstorte! Dass ich mir selbst eine Torte backe, kann zwar nicht jeder nachvollziehen, aber das prallt an mir ab. Der Vorteil, wenn man sich selbst eine Torte bäckt, ist nämlich, dass man selbst den Ton angibt was auf den Tisch kommt! Aber It's my party and I cry if i want to. Nicht, dass ich diesbezüglich bisher böse Überraschungen erlebt hätte, ganz und gar nicht, denn ich werde vorher immer gefragt welche Torte ich denn gerne hätte. Aber wenn man so leidenschaftlich gerne bäckt, dann kann man diesem Verlangen kaum widerstehen sich selbst ein zumindest kleines Törtchen zu backen.

Dieses Törtchen jedenfalls vernasche ich ganz alleine, ich Egoist. Aber so böse bin ich in Wahrheit eh nicht, denn ich habe ja noch ein zweites für die anderen Naschkatzen. Und wenn ich Lust habe, kaufe ich mir noch Blumen, einfach so, weil ich es toll finde. Oder ich trinke bereits am Nachmittag ein Glas Wein, weil der Tag so schön ist, die Sonne scheint und ich allen Grund zum Feiern habe!

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Für den Bisquitboden:
(2x 12cm oder 1x 18cm)
 
- 2 Eier
- 50 g Zucker
- etwas Vanille
- 30 g Butter
- 65 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- etwas Himbeermarmelade
 
Für das Vanillemousse:
 
- 2 Bl. Gelatine
- 50 ml Milch
- 250 ml Obers
- 1 Vanilleschote
- 60 g weiße Kuvertüre
- 15 g Zucker
 
Für die Dekoration:
 
- eine große Packung Dekorhippen
- ca. 125 g Himbeeren

Zunächst den Boden backen. Dafür eine Form (oder zwei kleine) fetten und bemehlen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Butter schmelzen.

Eier, Zucker, Vanille und Salz mit dem Mixer hellschaumig schlagen. Mehl und Backpulver unterheben.

Die flüssige Butter rasch unterrühren und die Masse in die Backform (oder in zwei kleine) füllen und glatt streichen!

Auf mittlerer Schiene etwa 15 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Den Boden (oder die beiden) vollständig auskühlen lassen!

Ist der Boden zu dick geworden und/oder hat sich eine Kuppel gebildet, diese mit einem Messer abschneiden und den Boden (oder die beiden) mit Himbeermarmelade bestreichen.

Für das Mousse die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Milch in eine Metallschüssel geben und diese über dem Wasserbad erwärmen. Die Kuvertüre dazugeben und unter Rühren schmelzen. Die Vanilleschote halbieren, das Mark herauskratzen und zur Schoko- Mischung dazugeben. Die eingeweichte Gelatine zugeben und erhitzen, bis sich die Gelatine aufgelöst hat.

Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und abkühlen lassen, bis die Masse Zimmertemperatur hat und zu gelieren beginnt. Dabei ab und zu umrühren.

In der Zwischenzeit Obers mit dem Zucker steif schlagen. Wenn die Schoko- Mischung abgekühlt ist, behutsam zum Obers geben und vorsichtig unterheben.

Einen Tortenring um den Bisquitboden stellen (oder um die beiden) und festziehen. Das Mousse nun auf dem Tortenboden verteilen und glatt streichen. Habt ihr zwei kleine Böden gebacken, dann teilt ihr das Mousse auf die beiden Böden auf und streicht es glatt.

Nun für 3 bis 4 Stunden kalt stellen. Tortenring nach der Kühlzeit entfernen, wenn das Mousse fest geworden ist.

Für die Deko Dekorhippen rundherum reihen, bis alles bedeckt ist und mit Himbeeren garnieren.

Anmerkungen: Bis zum Servieren die Torte im Kühlschrank lagern, allerdings etwa eine Stunde vor dem Servieren rausnehmen.
Die Hohlhippen werden durch die Feuchtigkeit recht bald weich, also die Torte lieber schnell essen!
Montag, 23. Juni 2014

[Fremdgebloggt] Wassermelonen Cooler

 Ich schau mal wieder ein bisschen Über'n Tellerrand. Diesmal schaue ich bei Sibel von insaneinthekitchen vorbei, die mich mit ihrem Aufruf mal was mit Wassermelonen zu machen richtig aus der Reserve gelockt hat.

Bei Sibel zu stöbern, ist immer wieder interessant, aufschlussreich.. und vor allem aber lustig. Denn sie versucht nicht nur uns allen die türkische Küche näher zu bringen, sondern sie hat bei mir schon das eine oder andere Mal für ein großes Aha-Erlebnis gesorgt.
Aber das mit Abstand allerbeste an ihrem Blog sind die Food-Comics, die wohl nur auf ihrem Blog zu finden sind! Das zeichnet sie besonders aus und ich lache mich jedes Mal scheckig darüber! Ein Beispiel gefällig? Bitteschön!
Und dann gibt es noch eine zweite Sache, die sie sehr sympathisch macht (und das schätze ich generell einfach sehr), ist ihre ehrliche und authentische Art, dass man keine andere Wahl hat... man muss sie und ihren Blog einfach mögen. :)

Dass ich also Teil ihrer Wassermelonen- Reihe sein wollte, war für mich daher von Anfang an klar und ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf!

Als ich letztes Jahr das Rezept für den Wassermelonen Cooler aus einer Zeitschrift gerissen und in meine rote Rezeptemappe eingeordnet habe, war ich mir noch nicht so ganz im Klaren darüber, ob und was damit passieren wird.

Aber manchmal ist es ja so, dass man Dinge aufhebt, sich nicht so ganz erklären kann warum und eines Tages, wenn man es am wenigsten erwartet, schließt sich der Kreis und dann denkt man sich "HA! Da war doch noch was!" Tja, Sibel hat dieses Staunen und Kramen im Hinterstübchen bei mir ausgelöst. Dafür habe ich ihr aber auch was richtig cooles (im wahrsten Sinn) mitgebracht.



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Wer nun mehr Bilder sehen und/oder zum Rezept gelangen möchte, der klickt bitte hier.
Freitag, 20. Juni 2014

Blondies mit Ribiseln

Warum hat man am Ende des Tages noch so viele unerledigte Aufgaben? Manchmal sind 24 Stunden einfach viel zu wenig. Selbst, wenn man gänzlich auf Schlaf verzichten würde, wären 24 Stunden noch immer nicht ausreichend.

Es hätte eine wunderbar entspannte Woche werden können. Ich habe mich auf zwei Arbeitstage gefreut. Ja, echt, nur zwei. Ich sah mich schon bummeln, spazieren, Eiskaffee schlürfen, Sonnenbrille tragen.
Aber nein, schlagartig ändert sich alles. Und so wird aus der 2-Tage-Woche *boom* einfach so eine 6-Tage-Woche, trotz Feiertag. Zack, in your face!

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Wenn man dann endlich mal zu Hause ist und Zeit zum Entspannen hat, ist es schon so spät abends, dass man eigentlich fast direkt ins Bett fallen möchte. Und genau dann kommt er. Überfallsartig schleicht er sich von hinten an. Völlig unvorbereitet und vor allem mitten in der Nacht wird man von ihm getroffen. Von wem die Rede ist? Na, vom Heißhunger!

Gierig auf der Jagd nach irgendwas mit viel Zucker - Hauptsache viel Zucker! - wandert man in die Küche durchwühlt sämtliche Schränke und findet lediglich eine offene Packung mit Merci- Pralinen, die schon wochenlang da drin liegt. Der Inhalt verspricht nicht gerade das, worauf man grade Lust hat, denn es sind bloß noch die ungeliebten Sorten drin.
Genau das ist ja auch der Grund, warum die Packung schon wochenlang im Schrank liegt und sie keines Blickes mehr gewürdigt wird. Wenn man schon seine Lieblingssorten aufgefuttert hat und am Scheideweg steht, muss man sich entscheiden wie es nun weitergehen soll... sich überwinden und die anderen auch irgendwann noch essen - jemanden finden, der die ungeliebten Sorten eigentlich sehr gerne mag - oder aber... na, ihr wisst schon... "Rundablage" und so... aber darum ist es ja auch zu schade!

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Aber gut, besser als "ein Stein am Schädel" wie man in Österreich so schön sagt. Man hat sich entschieden die Pralinen vorerst zu behalten. In Not frisst der Teufel ja bekanntlich auch Fliegen, man freut sich, dass man die Packung doch aufgehoben hat und somit auch über die Schokoteilchen, bei denen man sonst eher die Nase rümpft.
Hoffnungsvoll, dass der Heißhunger endlich gestillt ist, muss man kurze Zeit später feststellen, dass er es ganz und gar nicht ist, weil die Pralinen nicht grade das Gelbe vom Ei waren und man wird wohl damit leben müssen, dass die Lust auf Süßes einfach bis zum nächsten Tag warten muss.

Das Gute daran ist, dass man am nächsten Tag frei hat. Wohlgemerkt, es ist der einzige freie Tag in dieser ohnehin schon sehr langen Woche! Aber immerhin hat man dann genug Zeit schnell mal einen Kuchen aus dem Ärmel zu schütten und den Heißhunger damit wieder zurück in die Ecke zu drängen, aus der er kam. Auf Nimmerwiedersehen! möchte man am liebsten sagen, aber insgeheim weiß man, dass er wieder kommt... nämlich genau dann, wenn man ihm am wenigsten brauchen kann.

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Nein, ich mag solche Tage wirklich nicht!

Die Anschaffung von Süßkram - vorzugsweise in Kuchenform - spätestens am nächsten Tag hat da natürlich Priorität Nummer 1! Aber ich wäre ja nicht ich, würde ich mir nicht bei der nächsten Gelegenheit Abhilfe schaffen. Ich hatte bloß eine einzige Anforderung: minimaler Aufwand in jeder Hinsicht.
Meine Woche war lang genug, da hielt sich mein Interesse noch stundenlang für einen mordsmäßigen Kuchen in der Küche zu stehen doch sehr in Grenzen.

Möchte man gemein sein, könnte man jetzt behaupten, dass es schließlich "nur" um Bedürfnisbefriedigung geht. Und dafür muss man sich nun wirklich nicht zum Sklaven seines Ofens und zum Opfer seiner Gelüste machen lassen.

Aber... wie wir bereits alle wissen (weil schon mehrmals erwähnt - und ich kann es gar nicht oft genug betonen): manchmal sind es genau die einfachen Dinge, die einem den Trost spenden, den man in Zeiten wie diesen am dringensten braucht. Und so ein kleines Stückchen Kuchen ist genau das, um wieder innere Ruhe zu finden, auf der Couch oder im Garten zu sitzen, dabei Kaffee zu trinken und die Arbeit einfach mal Arbeit sein zu lassen...

Trost in Blondieform spendet in diesem Fall der gute, alte Dr. Oetker und zwar in dem Buch Kleine Blechkuchen.

Für ein kleines Blech:
(ca. 20x30 cm)
 
- 125 g Ribiseln
- 25 g weiße Schokolade
 
- 100 g Butter
- 200 g weiße Schokolade
- 150 g Weizenmehl
- 100 g Zucker
- 1 1/2 TL Backpulver
- 2 Eier
- 75 g Sauerrahm oder Joghurt

Die Ribiseln waschen, verlesen und entstielen. Die 25 g Schokolade klein hacken.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Das Backblech fetten und bemehlen.

Für den Teig die Butter in einen kleinen Topf geben und auf dem Herd bei geringer Hitze schmelzen. Topf vom Herd nehmen, die Schokolade dazu geben und in der Butter schmelzen.

Mehl, Backpulver, Zucker, Eier und Rahm (oder Joghurt) in eine Schüssel geben und kurz verrühren, bis alles homogen ist. Die Butter- Schokomischung glatt rühren und zu den anderen Zutaten mischen.

Mit dem Handmixer etwa 2 Minuten schlagen, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Den Teig in das Backblech füllen und glatt streichen. Die vorbereiteten Ribiseln darauf verteilen und auf mittlerer Schiene etwa 35 bis 40 Minuten backen.

Stäbchenprobe nicht vergessen!

Nach der Backzeit die Blondies aus dem Ofen holen und mit der klein gehackten Schokolade bestreuen.

Zum Servieren in Stücke schneiden und mit Vanilleeis servieren... oder einfach nur so essen und dabei so richtig schön entspannen!

Donnerstag, 12. Juni 2014

[Rezension] Eiscreme - und ein Zitronensherbet

Wusstet ihr was ein Sherbet ist? Also... ich nicht. Bis letzte Woche. Denn da habe ich mein bestelltes Buch Eiscreme von Eliq Maranik - erschienen im h.f.ullmann Verlag - bekommen. Ich weiß, ich weiß... ich habe zwar gesagt, dass ich mir kein Buch über Eis mehr kaufen werde, aber mit dieser Ansicht war ich wohl ein bisschen voreilig.

http://www.ullmann-publishing.com/de/shop/themen/essen-und-trinken/1203-eiscreme/
© Bild: h.f.ullmann Verlag

Angefangen hat alles nämlich so, dass ich auf der Suche war nach Stieleisformen. Und ihr kennt das ja... man wird fündig, aber dabei bleibt es nicht. Von einem Artikel klickt man sich zum nächsten und *schwups* liegen im virtuellen Einkaufskorb wesentlich mehr Artikel drin, als man eigentlich haben wollte. Tja, so erging es mir auch mit diesem Buch. Aber wisst ihr was. Der Kauf hat sich in jedem Fall gelohnt!

Für den sagenhaft günstigen Preis von 10 Euro bekommt man ein wunderbares Buch, das sich an jene richtet, die keinen Schimmer von der Eisherstellung haben, es aber gerne mal ausprobieren möchten.
Im ersten Teil - quasi der Theorie und dem Basiswissen für die Herstellung von Eis - erläutert die Autorin nicht nur geschichtliches zum Thema Eis, sondern geht auf die Bestandteile von Eis ein und klärt den Leser auch über die verschiedenen Eisversionen auf. (Und genau da habe ich zum ersten Mal in meinem Leben von einem Sherbet gelesen, das einem Sorbet ähnlich ist, aber zusätzlich noch Milch enthält.)

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Positiv ist ebenfalls hervorzuheben, dass Eliq Maranik als Bindemittel nicht nur Eigelb verwendet, sondern auch Gelatine oder Stärke. Das ist vor allem für jene von Vorteil, die immer auf der Suche nach Ei-Alternativen sind und/oder, die eher auf Eier verzichten sollten.

Jedes Rezept beansprucht eine Doppelseite - die linke Seite für das Bild und die rechte für das Rezept. Dieses Konzept zieht sich konsequent durch das ganze Buch. Die Fotos sind genau so wie ich sie am liebsten habe: ohne viel Schnickschnack und Dekokrimskrams. Der Fotohintergrund ist immer weiß und zu sehen ist nur was wirklich wichtig ist, nämlich das Eis!

Die Rezepte sind klassisch, die Zutaten haushaltsüblich. Für keinen Bestandteil muss man also irgendwelche Spezialgeschäfte aufsuchen, die irgendwo am anderen Ende der Welt sind.
Wer auf der Suche nach neuen und innovativen Rezepten ist, wird mit diesem Buch nicht besonders viel Freude haben, denn - wie gerade eben erwähnt - es sind die altbewährten Sorten, die größtenteils in diesem Buch abgedruckt sind. Aber genau das macht dieses Buch so sympathisch. Denn Sorten wie Erdbeere, Vanille oder Schokolade sind mit Sicherheit nicht grundlos die Dauerbrenner unter den Eissorten! Die "üblichen verdächtigen" Eissorten werden übrigens alle in zweifacher Ausführung vorgestellt - einmal mit und einmal ohne Ei. In meinen Augen der größte Pluspunkt an diesem Buch!

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Aber neben all den Cremeeissorten finden sich in dem Buch auch Granités, Sorbets&Sherbets und Eis am Stiel. Selbst an saisonale Sorten hat die Autorin gedacht. So gibt es nicht nur die fruchtigen Sommerklassiker, sondern beispielsweise Lebkucheneis im Winter und Apfel- Zimt Sorbet oder Pflaumensorbet im Herbst und ein Mokkasherbet für die Koffeinjunkies unter euch. Also ihr seht, obwohl die Klassiker in diesem Buch den meisten Platz beanspruchen, finden sich genug andere Sorten, die mich mehr als nur neugierig gemacht haben.

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Mein Fazit für dieses Buch ist, dass man für sehr wenig Geld sehr viel Inhalt bekommt. Es ist ein ideales Buch für Einsteiger und auch für jene, die mit wenigen Mitteln und wenig Aufwand die Lieblingssorten nachmachen möchten.

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Eigentlich wollte ich euch ja ein Stieleis aus diesem Buch vorstellen, aber dieses Sherbet... ja, dieses Sherbet hat es mir angetan. Zuvor habe ich noch nie davon gehört, ich konnte meinen Blick davon nicht abwenden und so kommt es, dass ich heute kein Eis am Stiel für euch habe...
...dafür aber ein herrlich erfrischendes Zitronensherbet, das genau so ist wie ich es mag: schön zitronig!                             

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Und wisst ihr, was ich mir schon das letzte Mal gedacht habe?
Ich besitze doch allen Ernstes KEINEN Eisportionierer... Wo  gibt's denn sowas?

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Für das Sherbet:
(etwa 1 1/4 Liter)
 
- 6 bis 7 unbehandelte Zitronen
- 220 g Zucker
- 250 ml Wasser
- 250 ml Vollmilch
- 3 EL Glukosepulver (oder -sirup)

Die Zitronen heiß waschen und von zwei die Schale abreiben. Alle Zitronen auspressen - man benötigt 250 ml Saft. Den Saft durch ein Sieb gießen und in den Kühlschrank stellen.

Wasser, Zucker, Glukosepulver und Zitronenschale in einen Topf geben und aufkochen lassen, bis sich der Zucker gelöst hat. Diese Mischung 15 Minuten ziehen lassen und danach durch ein Sieb gießen.

Die Mischung komplett auskühlen lassen, danach mit Milch und dem Zitronensaft gut vermischen.

Die Sherbetmischung in der Eismaschine gefrieren lassen, bis sie fest, aber noch nicht zu hart ist. Die Masse in eine gefriergeeignete Box füllen und abgedeckt etwa 4 Stunden im TK fest(er) werden lassen.

Vor dem Servieren das Sherbet etwa 15 Minuten im Kühlschrank antauen lassen.

Wer keine Eismaschine hat: die Mischung in eine Box füllen und in den TK stellen. Stündlich mit dem Handmixer durchrühren, um große Eiskristalle zu vermeiden.
So lange frieren, bis das Sherbet die gewünschte Konsistenz hat.

Hinweis: das Sherbet ist wirklich sehr zitronig - wer es nicht so sauer mag, muss weniger Zitrone nehmen oder reibt nur eine Zitrone ab (statt zwei).

Das Rezept lässt sich auch wunderbar mit Limetten herstellen!

Eliq Maranik
Eiscreme: Köstliche Kreationen für jeden Geschmack
ISBN: 978-3-8480-0310-5
h.f.ullmann Verlag
€ 9,99
Sonntag, 8. Juni 2014

Erdbeer- Himbeer- Zitronenmarmelade

Es tut mir echt sehr leid, aber ihr müsst jetzt noch das eine oder andere Erdbeerrezept ertragen. Aber ich verspreche, es sind nicht mehr so viele... nur noch 5 oder 6... vielleicht auch mehrDenn die Ideenliste ist zu lange und die Saison einfach viel zu kurz. Und außerdem... wenn Clara schon dieses einladende Thema Erdbeeren hat, dann fühle ich mich richtig aufgefordert einen zweiten Beitrag für ihre Ich back's mir -Aktion abzuliefern. Ich hoffe, sie gestattet es mir...

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Heute habe ich eine Marmelade für euch, aber keine Sorge, es ist keine reine, klassische Erdbeermarmelade, denn es sind noch Himbeeren und Zitronen dabei - na, wenigstens was, oder? :D
Nicht, dass ich was gegen reine Erdbeermarmelade hätte, ganz im Gegenteil. Aber diese Variante ist einfach so herrlich erfrischend. Zitrone macht's möglich! Ihr merkt schon, ich habe einen richtigen Zitronenfaible entwickelt, denn die kommt derzeit bei mir fast überall rein - aber wirklich nur fast.

Bereits letzten Sommer habe ich gnadenlos wie eine Wilde einfach alles eingekocht was ich in die Finger bekommen habe. Und ich befürchte, diesen Sommer wird es noch wilder... Warum ich all die herrlichen Marmeladen nicht verbloggt habe, die ich so den Sommer über eingekocht habe, weiß ich selbst nicht. Irgendwie war da scheinbar noch nicht so weit. Nein, du hast ja einen reinen Backblog, da haben Marmeladen nichts verloren, ermahnte ich mich selbst.

Erst als ich den Beitrag über den Traubensaft geschrieben habe, kam mir die große Erleuchtung, dass ich eigentlich ziemlich blöd war euch die Marmeladen nicht zu zeigen. Da habt ihr leider echt was verpasst. Ich sage nur: Erdbeer- Limette, Gelbe Pflaume- Himbeer und Weingartenpfirsich- Marille.
Erst im Herbst/Winter hielten sie bei mir Einzug, nachdem ich mich entschlossen habe die Themen für meinen Blog etwas auszuweiten und auch mal andere Dinge zu probieren. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich und so weiß ich, dass ich diese Saison anders besser machen werde!

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Für die Marmeladen vom letzten Sommer ist es nun natürlich längst zu spät, denn die sind bereits alle aufgegessen. Dafür knalle ich euch in den nächsten Monaten so einige Marmeladen um die Ohren - Ehrenwort! Schnallt euch schon mal an, denn die heutige ist nur der Anfang eines marmeladenreichen Sommers!

Nur um zu verdeutlichen wie ernst ich das meine:
  1. Ich habe eine Liste mit all meinen Marmeladenideen aufgeschrieben. Ein handgeschriebener Zettel, auf dem ständig durchgestrichen, dazu geschrieben und mit Rufzeichen versehen wird und schon ein paar Marmeladeflecken hat. Die Rufzeichen sind für die ganz wichtigen Marmeladen - also jede!  
  2. In Wahrheit habe ich eh schon zwei Marmeladen gekocht von meiner Liste und wenn eine Marmelade fertig und sogar noch heiß ist, dann fällt mir auch schon wieder die nächste ein!
  3. Ich habe gefühlte 100 kg Gelierzucker gekauft! (Nein, Spaß - es waren 6x500g, ist aber auch genug. Ich hoffe, damit komme ich aus...)
Sollte ich mich langsam fragen, wer das alles essen soll? Ach was, auf meinen Bruder kann ich mich doch verlassen, der kleine Marmeladenjunkie!

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Für die Marmelade:
(ergibt etwa 6 - 7 Gläser à 210 ml Inhalt)
 
- 2 bis 3 unbehandelte Zitronen
- 450 g Himbeeren
- 650 g Erdbeeren, bereits geputzt
- 500 g Gelierzucker 2:1

Die Gläser vor dem Abfüllen sterilisieren. Dafür die Gläser und heruntergeschraubten Deckel in einen großen Topf geben und mit Wasser auffüllen, sodass alles bedeckt ist. Auf den Herd stellen und zum Kochen bringen. Etwa 10 Minuten kochen und mit einer Zange die Gläser und Deckel aus dem Wasser holen. Zum Trocknen und Abkühlen auf ein Tuch legen. Wahlweise können die Gläser mitsamt den Deckeln bei 120 Grad 15 bis 20 Minuten sterilisiert werden. 

Bevor ihr mit der Marmelade beginnt, müsst ihr wissen, ob ihr die Kerne wollt oder nicht. Ich persönlich bin ja kein Freund von Kernen in der Marmelade, daher püriere ich die Früchte vorher immer und streiche sie durch ein Sieb. Sind euch die Kerne egal, dann nehmt ihr nur 400 g Himbeeren und 600 g Erdbeeren.
 
Ebenso müsst ihr euch überlegen, ob ihr die Marmelade gerne etwas säuerlicher habt oder nicht. Je nachdem, presst ihr 2 oder 3 Zitronen aus und die ganz harten Zitronenfans unter euch geben noch den Abrieb einer Zitrone dazu.
 
Habt ihr euch nun das alles überlegt, geht es auch schon ans Kochen.
Die pürierten (und evt. passierten) Früchte mit dem Zitronensaft (und evt. Abrieb einer Zitrone) und den Gelierzucker in einen großen Topf geben und zum Kochen bringen.
 
Die Marmelade muss für etwa 7 bis 9 Minuten sprudelnd kochen.
 
Gelierprobe machen: ein paar Tropfen Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wird die Marmelade dicklich oder fest beim Erkalten, ist sie fertig. Falls nicht, nochmal 1 bis 2 Minuten weiterkochen.
 
Die fertige Marmelade in die sterilisierten Gläser abfüllen und sofort fest verschließen.
 
Mittwoch, 4. Juni 2014

Frozen Joghurt mit Erdbeeren

Es gibt Trends, die mich einfach nicht mitreissen.

Zum Beispiel Macarons. Es gab eine Zeit, da fand man sie auf jedem Blog in Hülle und Fülle, in allen Geschmacksvarianten und vor allem in allen möglichen Farben - je bunter, desto besser. Ja, diese Dinger sehen zuckersüß aus und machen ordentlich was her... aber ich kann mich einfach nicht damit anfreunden. Diesen Zug lasse ich mit Vollgas an mir vorbeirauschen und winke ihm höchstens mit einem Lächeln im Gesicht nach. Tschüß, Macarons! Ihr braucht mich eh nicht besuchen!

Oder aber auch Schals als Accessoire. Erst im Herbst 2013 entdeckte ich, dass ein Schal nicht nur ein Mittel zum Zweck im Winter ist - nämlich mich zu wärmen - sondern ich bemerkte, dass man damit jedes noch so öde Outfit damit aufpeppen kann. Den ersten Schal, der dazu auserwählt wurde mich und meinen Hals zu schmücken, kaufte ich mit meiner Freundin, und sie als alte Schalfetischistin freute sich darüber natürlich wie eine Schneekönigin!

Ungefähr zeitgleich mit der Entdeckung der Schals als edles Schmuckstück fand ich auch heraus, dass ich in Röhrenhosen gar nicht so sehr nach einem gestrandeten Walross aussehe, sondern - richtig kombiniert - echt verdammt gut. Die Krönung einer Röhrenhose sind allerdings die highesten Heels, in denen ich gerade noch so laufen kann, ohne dabei lächerlich auszusehen. Denn dann lege ich mit meinen optisch 2m lang wirkenden Beinen einen Auftritt hin, dass andere vor Neid ganz grün werden im Gesicht! (So eine gesunde Portion Selbstverliebtheit ist gut fürs Ego, gell!)

Zu Weihnachten 2013 wurde dann meine Liebe zu Cake Pops entfacht! Angefangen hat ja alles mit diesem kleinen Büchlein und nur wenige Monate später hebe ich echt JEDEN Kuchenrest auf, der mir zwischen die Finger kommt, nur um daraus Cake Pops zu zaubern, die ich liebend gerne mit Trockenfrüchte aufpeppe!

Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, dass das Jahr 2013 mein Jahr der Entdeckungen war und ich 27 Jahre alt werden musste, um diese wunderbaren Dinge zu entdecken, die mein Leben bereichern.

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Und  vor kurzem hat sich bei mir der nächste Trend eingeschlichen, der zwar nicht neu ist, von mir aber bisher erfolgreich missachtet wurde.
Bereits letzten Sommer wurde ich gefragt, ob ich denn schon mal ein Froyo probiert habe.
"Ein bitte was?"
"Na, ein Froyo!"
Verständnislose Blicke meinerseits.
"Hach, na ein Frozen Yoghurt!"
"Nein. Danke. Ich bleib lieber beim Eis! Davon hab ich mehr... vor allem an der Hüfte!"
Boom, zack. Gespräch beendet. Manchmal bin ich echt wie ein Panzer - nur auf verbaler Ebene.

Zwar habe ich zuvor schon von der vermeintlich gesünderen Alternative gehört, berührt hat es mich aber nicht wirklich.

Es mag ja stimmen, dass der Fettgehalt deutlich geringer ist als bei einem "normalen" Speiseeis, da auf Obers verzichtet wird. Wirft man jedoch einen Blick auf die Toppings, die einem da so angeboten werden in den Verkaufsbuden, geht der gesunde Aspekt der an sich sehr guten Idee auch schon wieder flöten: Cookies, Smarties, Schokoladensauce, Brownies und anderes zuckriges Zeugs. Und das Angebot an Frischobst ist entweder verschwindend gering oder für mich nicht besonders attraktiv. Genau aus Gründen wie diesen habe ich beschlossen beim fett- und kalorienreichen Eis zu bleiben und mich damit wenigstens nicht selbst zu belügen. Es geht doch schließlich nichts über eine gute Portion bikinifigurunfreundliches Eis an einem heißen Sommertag!

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Bis zu dem Tag, an dem Clara von tastesheriff die nächste Ich back's mir-Runde gestartet hat. Im Mai geht es - wie nicht anders zu erwarten - um Erdbeeren. Das Thema drängt sich ja aber auch förmlich auf, wie soll man da nein sagen?

Und bitte, fragt mich nicht wieso, aber irgendwie ist mir der Gedanke gekommen Frozen Joghurt mit Erdbeeren zu machen. Natürlich ganz ohne Smarties, Cookies und anderen Schokostücken. Ich musste auch gar nicht lange danach suchen, denn auf meinem Lieblingsblog in puncto Eis, nämlich Der Eis-Blog gibt es ein Rezept dafür, das mich sofort begeistert hat!
Nun, jetzt kann ich diesen Trend verstehen, denn es war herrlich! Das gibt es künftig öfter bei mir!

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Für das Frozen Joghurt:
 
- 110 g Zucker
- 500 g Naturjoghurt (ich habe griech. Joghurt verwendet)
- Saft einer halben Zitrone
- 120 ml Milch
 
Für das Erdbeerpüree:
 
- 300 g frische Erdbeeren
- ca. 30 g Zucker (je nach Süße der Erdbeeren)

Die Erdbeeren waschen und entkelchen. Es sollten etwa 200 bis 250 g übrig bleiben. Die Erdbeeren in Stücke schneiden, mit Zucker und Zitronensaft bestreuen. Etwa eine Stunde stehen lassen, damit der Saft anziehen kann.

Die Erdbeeren nun pürieren - wer keine Kerne möchte, streicht das Mus durch ein Sieb.
Nun die Masse in die Eismaschine geben und gefrieren lassen. (Wer keine Eismaschine hat, gibt die Masse in den Tiefkühler und rührt etwa alle 30 Minuten mit einem Mixer durch, bis die Masse gefroren, aber noch formbar ist.)

Joghurt, Milch und Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse homogen ist.

Wenn die Eismaschine mit dem Erdbeerpüree fertig ist, den Behälter reinigen und die Joghurtmasse einfüllen. Wieder gefrieren lassen. (Wieder gilt: wer keine Eismaschine hat, Masse in den Tiefkühler, alle 30 Minuten rühren, bis die Konsistenz von Softeis erreicht ist.)

Sind beide Massen fertig, eine Schicht Frozen Joghurt in einen Behälter streichen, etwas von dem gefrorenen Erdbeerpüree verteilen. Diesen Schritt 2 bis 3 mal wiederholen und dann mit einer Gabel kurz durchrühren, damit ein Marmormuster entsteht.

Behälter nun wieder in den Tiefkühler stellen und das Frozen Joghurt fest werden lassen, oder gleich essen.. wie man es halt am liebsten mag.

Natürlich kann auch gleich das ganze Erdbeerpüree zur Joghurtmasse gemischt werden, allerdings kann es dann sein, dass das Volumen zu groß wird für die Eismaschine (abhängig vom Fassungsvermögen des Behälters).
Sonntag, 1. Juni 2014

Schoko- Bananen Cake Pops

Stellt euch vor, meine Freundin hat einen Backversuch No. 2 mit mir gestartet! Nachdem der erste Versuch ja eher im Alleingang meinerseits passierte, war ich mir nicht so sicher, ob sie sich das alles mit mir nochmal antun würde. Aber wir wären ja wohl nicht so gut befreundet, könnte sie kein Auge zudrücken. Ich habe sogar Cake Pop Stiele spendiert bekommen. Aber ich fürchte, die will sie irgendwann wieder zurück haben, natürlich nur mit Cake Pops oben drauf!

Naja... so richtig gebacken haben wir nicht wirklich (denn das habe ich zuvor - mal wieder - solo gemacht), aber dafür fleißig Kugeln gerollt. Zum Einen, weil sie ja beim letzten Mal keine Cake Pops abbekommen hat - shame on me - und ich ja in aller Öffentlichkeit das Versprechen abgegeben habe, dass ich das nächste Mal mit ihr Cake Pops machen werde. Ihr wisst ja alle noch was man bereits im Kindergarten lernt: versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen!
Und zum Anderen legten Unmengen an Schokolade im Schrank und Überreste eines Bananenkuchens im Tiefkühler den Gedanken nahe Schoko- Bananen Cake Pops daraus zu machen.
Ups, merkt ihr grade was? Meine Freundin musste schon wieder für eine Resteverwertung herhalten. Sollte ich mir darüber Gedanken machen? 

banana_choc_cakepops (1)

Ich muss sagen, dass ich mich diesmal gut geschlagen und die Arbeit schwesterlich geteilt habe mit ihr. Und wir beide... wir ja sind ja ein wirklich tolles Duo. Vielleicht sollte ich sie abkommandieren zu meiner persönlichen Cakepopassistentin. Ich frag sie einfach mal, ob sie denn nicht Lust hätte auf diesen Job. Allerdings besteht die Gefahr dafür höchstens ein Kopfschütteln, ein Stirnrunzeln oder ein Fingertippen auf die Stirn zu erhalten... oder alles auf einmal. Aber fragen kostet ja bekanntlich nix. Vielleicht wirkt mein Angebot ja lukrativer, wenn die Bezahlung in Naturalien, genauer gesagt in Cake Pops erfolgt.

banana_choc_cakepops (2)

Wie versprochen durfte sie den Kuchen zerbröseln - zumindest den Schokokuchen und ich hab den Bananenkuchen zu Kleinholz verarbeitet. Gemischt mit Frischkäse, geknetet, gerollt, mit Stielen versehen - ich hatte das Gefühl, dass wir schon immer gemeinsam in der Küche gestanden sind.

In geistiger Umnachtung bin ich dann auf diese nicht so glorreiche Idee gekommen in die Mitte noch ein kleines Stück frische Banane zu drücken. Letztlich hat sich das deswegen als... äh... nicht so klug erwiesen, da die frische Banane irgendwann nicht mehr so frisch war. Im Klartext: die Cake Pops wollten ziemlich rasch aufgegessen werden. Naja, das nächste Mal greife ich dann doch lieber wieder auf Trockenfrüchte zurück.

Das Verzieren der Cake Pops verlief leider nur semiperfekt, denn ich war ein bisschen zu großzügig mit dem Kokosfett. Zuerst war die Schokolade zu dickflüssig, ein bisschen Kokosfett sollte die Konsistenz geschmeidiger machen. Jaaaa, aber wenn man dann die Situation falsch einschätzt und die Schokolade zu dünn wird, braucht man als Ausgleich ein dickes Nervenkostüm.... und mehr Zeit. Trotzdem haben wir es geschafft als Duo - ich habe die Cake Pops mit Schokolade überzogen, meine Freundin hat die Schokostreusel locker aus dem Handgelenk über die Cake Pops gestreut. Herausgekommen sind dann diese Prachtdinger. Sehen sie in der Mitte nicht wunderbar aus? 

banana_choc_cakepops (5)

Verwenden könnt ihr eigentlich jeden Schokokuchen und jeden Bananenkuchen, der euch schmeckt. Und wem so ad hoc keiner einfällt, hier eine kleine Inspiration für einen Schokokuchen und für einen Bananenkuchen. Könnt ihr verwenden, müsst ihr aber nicht.

Für den Schokokuchen:
(18 cm Springform)

- 150 g Mehl
- 100 g Zucker
- 50 g weiche Butter Butter
- 100 ml Buttermilch
- 2 Eier
- 100 g Zartbitterschokolade
- 1 TL Backpulver
- 2 EL Kakaopulver
 
Eine Backform fetten und bemehlen, den Backofen auf 180 Grad vorheizen. 
 
Mehl, Backpulver, Kakaopulver in einer Schüssel mischen. Die Schokolade im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. 
 
Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, danach die Eier und anschließend die Schokolade einrühren. Zuletzt die Buttermilch einrühren und das Mehlgemisch unterheben. 
 
Den Teig in die Form geben und etwa 35 bis 40 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. 
 
Nach der Backzeit den Kuchen vollständig auskühlen lassen.

Für den Bananenkuchen:
(18 cm Springform)

- 100 g Mehl
- 75 g Zucker
- 2 TL Backpulver
- 60 g weiche Butter
- 60 ml Buttermilch
- 1 Banane, sehr reif!
- 1 Ei
Eine Backform fetten und bemehlen und Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Die Bananen pürieren, mit der Buttermilch verrühren und dem Ei verquirlen.
Mehl, Zucker und Backpulver gut mischen, die weiche Butter hineinschneiden und mit den Fingern einarbeiten, bis eine bröselige Masse entsteht.

Die Brösel mit dem Bananenpüree vermischen.

Den Teig in die Form füllen und auf mittlerer Schiene und etwa 40 bis 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Den fertig gebackenen Kuchen aus der Form stürzen, vollständig auskühlen lassen.


Für die Cake Pops:

- Schokokuchen
- Bananenkuchen
- Zucker zum Nachsüßen nach Bedarf
- eine Packung Frischkäse
- Vollmilchkuvertüre
- Cake Pop Stiele
(- ev. 1 bis 2 EL Kokosfett)
(- ev. 1/2 reife Banane)


Die beiden Kuchen getrennt voneinander in einer Schüssel zerbröseln.


Die Schokokuchenbrösel mit etwa 5 EL Frischkäse zu einer glatten, formbaren Masse verkneten. Wer will, gibt nochmal 1 oder 2 EL Kakao dazu, um den Schokogeschmack nochmal hervorzuheben. Gesüßt wird ebenfalls nach Bedarf.


Den Bananenkuchen nun entweder auch mit etwa 5 EL Frischkäse vermischen oder wahlweise eine halbe reife Banane zerdrücken und mit den Kuchenbröseln glatt kneten, dan aber keinen Frischkäse mehr verwenden. Das könnt ihr machen wie ihr wollt. Nachgesüßt wird wieder nach Belieben. Alles verkneten, bis eine homogene und formbare Masse entstanden ist.


Für die Cakepops nun entsprechende "Kuchenportionen" vorbereiten.
Pro Cake Pop etwa 15 bis 17 g Schokokuchenmasse und maximal 10 g Bananenkuchenmasse abmessen.
Mit welchen Mengen ihr am besten klar kommt, müsst ihr einfach mal ausprobieren.


Nun die Bananenmasse zu einer gleichmäßigen Kugel formen, die Schokomasse platt drücken, die Bananenkugel reinlegen und mit der Schokomasse ümhüllen. Alles leicht zusammendrücken und zu einer Kugel formen. So mit allen fortfahren. Die Kugeln kommen danach für etwa 20 Minuten in den Kühlschrank.
 
In der Zwischenzeit kann die Kuvertüre im Wasserbad oder in der Mikrowelle erwärmt werden. Wem die Kuvertüre zu dickflüssig ist, gibt 1 bis 2 EL Kokosfett dazu, dann wird die Kuvertüre flüssiger.

Die Cake Popkugeln nun aus dem Kühlschrank holen und je einen Cake Popstiel etwa 1 cm in die Kuvertüre eintauchen und in die Kugeln stecken.

Zum Aushärten wieder für etwa 20 Minuten in den Kühlschrank geben. (Für Eilige: im TK-Fach dauert das nur 10 Minuten.)

Wenn alles fest geworden ist, können die Cake Pops mit Kuvertüre überzogen werden. Die überschüssige Kuvertüre gut abtropfen lassen und mit Schokostreusel bestreuen. 
 
Die fertigen Cake Pops in einen Styroporblock o.ä. zum Aushärten stecken und ein letztes Mal in den Kühlschrank stellen.